Der 80,8-%-Kurssprung in zwei Wochen! Ist das die neue deutsche Corona-Aktie?

Nachrichtenquelle: The Motley Fool
20.12.2020, 10:27  |  4099   |   |   

Etwas mehr als einen Monat ist es her, dass der deutsche Biotech-Konzern BioNTech (WKN: A2PSR2) die Finanzmärkte mit der hohen Wirksamkeit eines Impfstoffkandidaten überraschen konnte.

Während der Impfstoff in einigen Ländern bereits zugelassen und eingesetzt wird, sorgt bereits das nächste Unternehmen aus Deutschland für eindrucksvolle Schlagzeilen. Denn das bayerische Unternehmen Formycon (WKN: A1EWVY) könnte langfristig wesentlich zur Eindämmung der COVID-19-Pandemie beitragen.

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Studienergebnisse im Detail

Da der potenzielle Wirkstoff „FYB207“ von Formycon auch bei Mutationen des Coronavirus wirken sollte, könnte Formycon für die Behandlung des Coronavirus noch zu einem wichtigen Spieler avancieren. Während das Prinzip eines Impfstoffs so funktioniert, dass der menschliche Körper Antikörper produzieren soll, funktioniert die Behandlung von Formycon anders. Spannend ist, dass man sich hierbei eine Gewohnheit von Coronaviren zunutze macht.

Denn Coronaviren docken meist an einem Enzym an der Oberfläche von menschlichen Zellen an, dem Angiotensin-konvertierenden Enzym 2 (ACE2). Über diese „Tür“ gelangt das Virus in die Zelle und kann sich von dort wiederum auf andere Zellen ausbreiten. Durch die Behandlung Formycons wird jedoch das ACE2-Protein mit einem Teil von menschlichen Antikörpern verknüpft. Vereinfacht könnte man also sagen, dass die beliebte Eintrittstür von Coronaviren nun von einem Türsteher bewacht wird.

Folglich könnte die Behandlung sowohl als Präventivmedikament als auch zur Stabilisierung von akut erkrankten Personen eingesetzt werden. Denn im Falle einer bereits erfolgten Infektion könnte das modifizierte ACE2-Protein die Coronaviren an einer zunehmenden Replikation hindern. In der Folge könnte das Immunsystem von selbst eine schnellere Stabilisierung erreichen.

Explosive Kursbewegung

Wenn man bedenkt, dass es derzeit kein wirksames Medikament zur Behandlung einer COVID-19-Infektion gibt, ist es nur allzu verständlich, dass der Kurs bei der Veröffentlichung der Studiendaten regelrecht explodiert ist.

Denn die Behandlung könnte nach der Zulassung zum einen dazu beitragen, COVID-19-Viren einzudämmen. Zum anderen ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass das Medikament auch gegen die gesamte Familie der Coronaviren wirksam ist.

Wenn man bedenkt, dass es bereits im Jahr 2003 einen Ausbruch von SARS-CoV gab, ist es durchaus vorstellbar, dass in Zukunft weitere Mutationen und Ausbrüche von Coronaviren folgen könnten. Daher könnte Formycons Medikament für die Menschheit noch sehr wichtig werden.

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