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BioNTech-Aktie: Ist die Party schon vorbei, bevor es richtig losgeht? - Seite 2

Nachrichtenquelle: The Motley Fool
29.12.2020, 10:31  |  6804   |   |   

Doch folgt auf die Euphorie wirklich zwingend die Ernüchterung? Nun, absehbar ist, dass auf das Bombenjahr 2021 ein schwächeres Jahr 2022 folgen wird. Zwar werden die weltweiten Impfkampagnen dann noch längst nicht beendet sein, aber BioNTech wird dann nur noch einer von vielen sein.

Dennoch könnte BioNTech schon bald mit neuen Nachrichten aufwarten, um die Begeisterung neu anzufachen. Jetzt, wo das Unternehmen plötzlich weltberühmt und mRNA in aller Munde ist, ergeben sich völlig neue Möglichkeiten. Topwissenschaftler und Technologiepartner dürften in Zukunft Schlange stehen, um die Forschungspipeline beschleunigt zum Erfolg zu führen und weiter auszubauen.

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Es ist anzunehmen, dass BioNTech nun in der Lage sein wird, Impfstoffe für eine ganze Reihe von Krankheiten zu entwickeln; und das – dank der Lerneffekte von 2020 – zu deutlich niedrigeren Kosten. Auch mit neuen Pandemien, Coronavirus-Varianten und Auffrischungsimpfungen ist zu rechnen. Von daher sollte es gelingen, den Geschäftszweig auf ein langfristiges Fundament zu stellen, das einträgliche Geldzuflüsse generiert.

Es spricht folglich einiges dafür, dass smarte Anleger sich nun auf die Lauer legen, um Abstauberkurse zu erwischen.

Auf was ich jetzt achte

Als kursstützend sehe ich auch Übernahmefantasie. Für viele der großen Pharmakonzerne wäre BioNTech eine schöne Trophäe. 20 Mrd. Euro sind aus Sicht von Big Pharma nicht die Welt, wenn sie dafür ein Biotech-Unternehmen bekommen können, das bewiesen hat, dass seine wegweisende Plattform funktioniert. Sie dürften allerdings noch abwarten, wie sich die Sache beim Thema Krebs entwickelt, bevor sie das Risiko eingehen.

Kurzfristig bedeutsamer ist deshalb, wie das Management mit den nun zufließenden Milliarden umgeht. Optimal wären aus meiner Sicht Zukäufe von komplementären Biotechs, die möglichst bereits erste Umsätze generieren und gleichzeitig die Forschungspipeline diversifizieren. BioNTech wird in der Lage sein, seine Programme selbst zu finanzieren, wodurch sie im Erfolgsfall zu 100 % profitieren würde.

Sobald sich der von den Impfkampagnen aufgewirbelte Staub etwas legt, wird das Management ein Strategie-Update vorlegen müssen. Dann heißt es für Anleger, die Ohren zu spitzen. Mutige Investoren greifen bei weiter sinkenden Kursen bereits im Vorfeld mit ersten Positionen zu.

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