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Wie Warren Buffett für einen kostengünstigen Burggraben-ETF kopiert wird

Nachrichtenquelle: The Motley Fool
01.01.2021, 11:00  |  556   |   |   

ETFs verfolgen im Normalfall einen passiven Ansatz. Das bedeutet, dass sie einen Index möglichst genau abbilden. Für den DAX sind z. B. der Börsenumsatz und die Marktkapitalisierung des Streubesitzes entscheidend für die Gewichtung. Die Qualität und Bewertung des Unternehmens spielen keine Rolle für die Zusammensetzung.

An dieser Stelle setzt Morningstar mit VanEck an. Mit dem VanEck Vectors Morningstar Global Wide Moat (WKN: A2P6EP) gehen die beiden Unternehmen einen Schritt weiter. Der zugrunde liegende Index wird nämlich anhand des Research von Morningstar zusammengesetzt. Es werden nur Werte ausgewählt, die über einen breiten Burggraben verfügen und günstig bewertet sind.

Was ist ein Burggraben?

Der Begriff des Burggrabens wurde durch die Anlagemethode von Warren Buffett geprägt. Im Grunde haben Unternehmen mit einem wirtschaftlichen Burggraben einen Wettbewerbsvorteil, der sie vor Konkurrenz schützt. Dadurch sind sie in der Lage, über längere Zeit eine höhere Profitabilität zu liefern.

Morningstar hat fünf Quellen für Burggräben identifiziert:

Quelle Beschreibung
Wechselkosten Nachteile, die einem Käufer durch den Wechsel zu einem Wettbewerber entstehen.
Immaterielle Aktiva Marken, Lizenzen oder Patente, wodurch Konkurrenten das Produkt nicht kopieren können.
Netzwerkeffekte Durch eine wachsende Kundenbasis wird das Produkt für den Einzelnen wertvoller.
Kostenvorteile Durch niedrigere Kosten macht das Unternehmen höhere Gewinne oder kann zu niedrigeren Preisen verkaufen als die Konkurrenz.
Skaleneffekte Die hohen Investitionskosten für den Markteintritt rechnen sich nicht, wegen dann sinkender Rentabilität der Branche.

Ein Unternehmen kann über mehrere Quellen für einen Burggraben verfügen. Bei Firmen mit einem breiten Burggraben sind laut Studie von Morningstar in der Regel mehrere Quellen vorzufinden. Von einem breiten Burggraben spricht das Analysehaus, wenn sie davon ausgehen, dass die Wettbewerbsvorteile für mindestens 20 Jahre bestehen. In dem Index werden nur Konzerne aufgenommen, die über einen solchen Wettbewerbsvorteil verfügen. Untersuchungen von Morningstar haben gezeigt, dass diese besser als Gesellschaften mit einem engen oder keinem Burggraben abschneiden.

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Diese Seiten wurden zuletzt am 18. Apr 2017 aktualisiert.

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