Wirtschaft Wirtschaftsweise fordert höheres Renteneintrittsalter

Nachrichtenagentur: Redaktion dts
03.01.2021, 14:50  |  5885   |   |   

Berlin (dts Nachrichtenagentur) - Die Wirtschaftsweise Monika Schnitzer fordert eine Erhöhung des Renteneintrittsalters. "Wir werden nicht umhinkommen, die Lebensarbeitszeit zu verlängern. Und da müssen wir rasch handeln, weil es leichter zu akzeptieren ist, wenn die Menschen wissen: Diese Verlängerung setzt erst in ein paar Jahren ein", sagte Schnitzer dem "Handelsblatt" (Montagsausgabe).

Die Politik müsse sich dringend stärker mit dem demografischen Wandel beschäftigen, "erst recht nach der Krise, weil sich durch die vielen Hilfsmaßnahmen die Staatsschulden enorm erhöhen werden". Die Schulden dürfe die Politik nicht allein der nächsten Generation aufbürden und ihr dann auch noch zumuten, die zunehmende Anzahl an Rentnern zu finanzieren. Schnitzer plädiert daher auch dafür, notwendige höhere Investitionen "im Rahmen der Schuldenbremse zu verstetigen".

Kritik übte die Wirtschaftsweise an den Plänen der EU, wie sie die US-IT-Konzerne stärker regulieren wolle. Der Vorstoß der EU-Kommission mit dem Digital Market Act sei zwar ein Schritt in die richtige Richtung, weil dadurch einheitliche Regeln für die ganze EU gelten. Doch Schnitzer hält die Vorgehensweise der US-Politik für stimmiger. "Ich will nicht generell der Zerschlagung der Konzerne das Wort reden, aber eine Aufspaltung etwa von Facebook und Whatsapp wäre unter Umständen zielführender, als über Regulierung den Wettbewerb anzuregen."

Die US-Regierung und fast alle US-Bundesstaaten gehen juristisch gegen Facebook vor. Sie werfen dem Konzern vor, illegale Monopole geschaffen zu haben, unter anderem mit der Übernahme von Whatsapp.

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5 Kommentare

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Kommentare

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05.01.21 22:09:09
Fuck the Wirtschaftsweise!!!
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04.01.21 09:27:00
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03.01.21 21:26:41
Echt der Hammer, mit 70+ kann man vllt. noch prima Müll von irgendeinem Podium verzapfen aber nicht unter irgendeiner Anlage einen Fehler suchen. Viele, wenn nicht alle Berufe im Handwerk sind doch dann nicht mehr bzw. kaum ausübbar!

Solche Aussagen sind eine bodenlose Frechheit! Die sollten mal überlegen die Firmengewinne weltweit so zu beschneiden, dass ein Teil davon in die Rentenkassen gehen. Viele milliardenschwere Unternehmen sind weltweit tätig und in jedem Land in welchem sie kräftig Kohle scheffeln sollte ein Teil davon in die Sozialkassen gehen, sofern denn welche vorhanden sind..

Lieber die hart arbeitenden Bürger beschneiden als die Multi-Milliarden Konzerne.
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03.01.21 20:23:03
und sowas nennt sich Wirtschaftsweise sie will wohl bekant werden
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03.01.21 16:44:09
Solange die Hochseeflotte zusätzliche Geldempfänger anlandet, wird man das kaum jemandem plausibel erklären können.
Für den Dachdecker lautet die Botschaft dann:
Entweder in Armut den Lebensabend irgendwie meistern, oder mit 70 mitsamt Hammer vom Dach fallen und der nächsten Generation keine Bürde mehr sein.
Sehr weise ist der Vorschlag wohl eher nicht.
PS: eine 70 jährige Lehrerin möchte ich meinen Kindern ebenfalls nicht zumuten und ihr nicht meine Kinder.
Höchstens als Grandma.

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