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    Ausblick  526  0 Kommentare Die Welt in der zweiten Welle

    2020 war voller Extreme. Nach Jahren scheinbarer Sicherheit wurde uns bewusst wie verletzlich und unabsehbar die Dinge doch sind. In einer gefühlt sich immer schneller drehenden Welt zwangen uns die Lockdowns zu Demut un

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    Die Auswirkungen dieser globalen Veränderungen werden uns noch eine Weile begleiten. Jetzt braucht es für die Erholungsphase einen kühlen Kopf, um die sich ergebenden Chancen und langfristigen Perspektiven zu nutzen. Dies gilt für Investitionsentscheidungen gleichermaßen wie für die Art und Weise unserer sozialen und beruflichen Entwicklungen. Viele Innovationen wurden beschleunigt. Fest steht: die Welt nachher wird eine andere sein, dies birgt die Chance auf vielfache Verbesserungen in unser aller Leben.

    Niedrigzinsen sind durch die Rettungsprogramme der Notenbanken und Regierungen unserer Einschätzung nach auf lange Sicht unverzichtbar und das einzig denkbare Szenario. Sachwerte könnten die wesentlichste Anlageform in den kommenden Zeiten bleiben. Viele Investoren haben dies aber immer noch nicht erkannt.

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    Der Dow Jones notierte kürzlich auf seinem Höchststand von über 30.000 Punkten, der DAX und andere Indizes haben ihre Verluste aus dem März fast komplett eingeholt oder gar komplett überholt. Letztlich auch getrieben durch die US-Wahl und die ersten Erfolgsmeldungen der Impfstoff Industrie sind die Märkte wieder beflügelt. Allerdings ist unser Dax in den letzten 20 Jahren auch kaum vorangekommen. Wie fast immer nach einer US-Wahl, zogen auch diesmal die Aktienkurse wieder an, beim S&P 500 und Dow Jones nicht unerwartet sogar auf historische Hochs.

    Die Anleger halten sich immer zurück (oder sie verkaufen in der Regel), wenn Unsicherheiten in Sicht sind. Liegen dann die Tatsachen auf dem Tisch (auch unerfreuliche), so ziehen die Kurse meist an.

    Nachdem jetzt weitere Unternehmen mit mutmaßlich sehr hohem Wirkungsgrad die Fertigstellung eines Impfstoffs bekanntgegeben haben, wächst der allgemeine Konjunkturoptimismus für 2021. Wegen der Neuartigkeit des Virus, aber auch des Impfstoffs, sind hier Prognosen weiterhin kaum möglich. Erst im Verlauf von 2021 dürften ein Großteil der Personen, die geimpft werden wollen, auch geimpft sein. Wobei hier noch nicht klar ist, wie lange die Immunität andauert. Schwierig dürfte auch die Impflogistik werden.

    Nach der ersten Begeisterung der Anleger könnten sich die Kurse beruhigen, besonders bei jenen Aktien, die bisher stark von der Pandemie profitiert haben und bei denen Bewertungen teilweise an die Übertreibungen des Jahres 2000 erinnern.

    Wenn man berücksichtigt, dass von den 500 Titeln des amerikanischen S&P 500 (größter Aktienindex der Welt) nur fünf im Index extrem hoch gewichtete Tech-Aktien 2020 für den Indexanstieg verantwortlich waren (mit den anderen 495 machte man im Durchschnitt bis vor kurzem sogar Verlust), war klar, dass eine derart einseitige Entwicklung nicht mehr lange anhalten konnte. Nach dem gerade erschienenen Bericht der internationalen Fondsmanager investierte diese Anlegergruppe im siebten Monat nacheinander am meisten in die wenigen großen US-Technologieaktien.

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    Stephan Witt
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    Stephan Witt ist Kapitalmarktstratege FiNUM.Private Finance AG mit Sitz in Berlin. Der gelernte Bankkaufmann versteht sich als Banker vom ersten Tag der Ausbildung an und verfügt über zehn Jahre Kapitalmarkterfahrung. Bei der FiNUM ist der Hamburger mit für das Wertpapiergeschäft zuständig sowie ständiges Mitglied im Anlageausschuss der Gesellschaft. Weitere Informationen unter www.finum.de.
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    Verfasst von Stephan Witt
    Ausblick Die Welt in der zweiten Welle 2020 war voller Extreme. Nach Jahren scheinbarer Sicherheit wurde uns bewusst wie verletzlich und unabsehbar die Dinge doch sind. In einer gefühlt sich immer schneller drehenden Welt zwangen uns die Lockdowns zu Demut und Reflexion.

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