HUGO BOSS IM FOKUS Rote Laterne für Anzugschneider - Erholung nur langsam

Nachrichtenagentur: dpa-AFX
08.01.2021, 08:35  |  291   |   |   

METZINGEN (dpa-AFX) - Der Modehändler Hugo Boss gehörte vergangenes Jahr zu den großen Verlierern. Der ohnehin im Umbau befindliche Konzern bekam durch die Corona-Pandemie nochmals massiven Gegenwind. Investoren nahmen Abstand. Und mitten in der Krise verlor der für seine Herrenanzüge bekannte Konzern auch noch seinen Chef. Mit der weiter fortschreitenden Pandemie steht Hugo Boss auch im neuen Jahr vor großen Herausforderungen. Was bei dem Unternehmen los ist, was Analysten sagen und was die Aktie macht.

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Den Edelschneider aus Metzingen am Fuße der Schwäbischen Alb hat die Corona-Pandemie hart erwischt: Geschlossene Geschäfte sorgten für herbe Verluste im vergangenen Frühjahr. Für das dritte Quartal konnte Hugo Boss dann zwar dank eines massiven Tritts auf die Kostenbremse wieder eine Erholung und eine Rückkehr in die Gewinnzone vermelden, die Hoffnungen auf eine Normalisierung der Entwicklung wurde durch den neuerlichen Lockdown in vielen für Hugo Boss wichtigen Regionen jedoch zuletzt wieder zunichte gemacht. Das vierte Quartal können die Manager daher womöglich auch schon abgeschrieben haben. Dies ist besonders bitter, da Hugo Boss zum Jahresende immer traditionell starke Geschäfte macht.

Ein Problem des Unternehmens bleibt das vergleichsweise kleine Online-Geschäft. Wie viele andere Händler auch verzeichnete der Konzern hier starke Zuwächse - im dritten Quartal waren es stramme 66 Prozent. Doch der Umsatzanteil betrug damit etwa 10 Prozent. Hugo Boss will das Geschäft forcieren - in diesem Jahr soll die Marke von 200 Millionen Euro Umsatz im E-Commerce geknackt werden, 2022 sollen es 400 Millionen Euro sein. Zum Vergleich: Die Erlöse im E-Commerce lagen 2019 bei 151 Millionen Euro - bei einem Gesamtumsatz von knapp unter 3 Milliarden Euro.

Dabei setzt Hugo Boss nicht nur auf den eigenen Shop, sondern auch auf Plattform-Partnerschaften wie etwa Zalando . Die Zahl der Partner, über deren Online-Marktplätze der Konzern seine Ware anbietet, soll weiter ausgebaut werden. Auch will Hugo Boss sein Sortiment, das allein im Internet verkauft wird und auf die Kundschaft dort speziell zugeschnitten ist, ausbauen.

Und das Unternehmen steht vor einer weiteren Herausforderung: Der Wandel der Nachfrage in der Bekleidung. Generell geht der Trend mehr zum Freizeit-Look. Auch das Onlinegeschäft sei davon getrieben gewesen, weniger vom formellen Anzug, sagte Interimschef Yves Müller zum dritten Quartal. Deswegen will der Konzern den Freizeitbereich erweitern. Dabei erziele Hugo Boss bereits 80 Prozent des Umsatzes jenseits des klassischen Anzugs, so der Manager. Allerdings verspricht gerade der Anzug höhere Margen. Dabei verneint Hugo Boss bislang, dass der Klassiker "ausgedient" habe. Hoffnungen setzt der Konzern vor allem auf China - in diesem für den Konzern wichtigen Markt hatte die Pandemie zuletzt kaum noch eine Rolle gespielt.


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