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GOLD Spitz auf Knopf!

Die ersten Handelstage des neuen Jahres gestalteten sich aus Sicht des Edelmetalls überaus wechselvoll.

Die ersten Handelstage des neuen Jahres gestalteten sich aus Sicht des Edelmetalls überaus wechselvoll. Dominierte unmittelbar nach dem Jahresauftakt noch die Attacke auf den Bereich von 1.950 / 1.960 US-Dollar das Handelsgeschehen bei Gold, so ging das Edelmetall im weiteren Verlauf der Handelswoche massiv in die Knie und fand sich pünktlich zum Wochenausklang unterhalb der eminent wichtigen Marke von 1.850 US-Dollar wieder. Damit stehen dem Edelmetall wichtige Handelstage ins Haus. Für Gold steht es Spitz auf Knopf!

Rückblick. In unserer letzten Kommentierung zu Gold hieß es unter anderem „[…] Gold konnte mit der Rückkehr über die 1.850 US-Dollar einen wichtigen Teilerfolg erzielen. Maßgebliche Unterstützungsfaktoren (Bestandsentwicklung physisch besicherten Gold-ETF, insbesondere des SPDR Gold Shares) bleiben dem Edelmetall allerdings noch versagt. Hier gilt es, die weiteren Entwicklungen genau zu verfolgen. Andere Faktoren, wie etwa der (schwache) US-Dollar wirken sich dagegen preistreibend aus. Durch die Rückeroberung der 1.850 US-Dollar ist erst einmal Druck von der 1.750er Unterstützung genommen worden. Die 1.750 US-Dollar stufen wir noch immer als Demarkationslinie des bullischen Szenarios ein. Darunter sollte es nicht gehen. Um die Erholung weiter voranzubringen, muss Gold nun über die 1.900 / 1.920 US-Dollar laufen. Die Korrektur der letzten Wochen kann man zudem in das Korsett einer bullischen Flaggenformation (grün) pressen. Auch hier gilt es, die weiteren Entwicklungen abzuwarten. Es wäre nicht das erste Mal, dass eine bullische Flagge den Ausgangspunkt einer (stärkeren) Aufwärtsbewegung liefern würde…“   
Bleiben wir zunächst bei den charttechnischen Aspekten. Es kreierte sich für Gold zunächst das zuletzt skizzierte Ausbruchsszenario aus der bullischen Flagge. Als Gold durchaus ambitioniert über das Widerstandscluster 1.900 / 1.920 US-Dollar setzen konnte und das Ausbruchsszenario Fahrt aufnahm, schien das Edelmetall einer Weichenstellung auf der Oberseite nah zu sein. Der Ausbruch über den nächsten Widerstandsbereich bei 1.950 / 1.960 US-Dollar hätte den Aufwärtsbemühungen des Edelmetalls aus technischer Sicht noch einmal Nachdruck verliehen, aber hierzu kam es nicht, denn just mit dem Erreichen dieser Zone begann Gold zu wackeln. Gold knickte schließlich ein. Die bislang zu beobachtende Vehemenz des Rücksetzers überrascht und lässt für die nächsten Tage nicht wirklich viel Gutes erwarten. 

Was zunächst womöglich „nur“ als Reaktion auf das Scheitern an der Zone um 1.960 US-Dollar begann, hat spätestens mit dem Rücksetzer unter die 1.900er Marke an Relevanz gewonnen. Zum Wochenausklang stand zudem der eminent wichtige Unterstützungsbereich von 1.850 US-Dollar im Fokus. Dieser wurde bereits leicht unterschritten. Noch sollte man den Bruch nicht überbewerten, doch sollte er sich in den nächsten Tagen weiter manifestieren, ist Obacht geboten. Im Bereich von 1.830 US-Dollar verläuft aktuell die 200-Tage-Linie, die sich bereits einer ersten Attacke erwehren musste. Im besten Fall hält sie diesem Druck weiterhin Stand und Gold findet in diesem Bereich (s)einen Boden. Die zentrale Unterstützung verorten wir unverändert in den Bereich von 1.750 US-Dollar. Sollte es darunter gehen, muss die Lage neu bewertet werden. Auf der Oberseite muss es für Gold darum gehen, die Zone 1.900 / 1.920 US-Dollar zurückzuerobern, um die Lage aus technischer Sicht zu entspannen. 

Gold wird gegenwärtig weniger gesucht. Die Hausse an den Aktienmärkten dürfte aktuell eine gewisse Anziehungskraft auf Investoren ausüben und gleichzeitig Gold gegenwärtig ein wenig das Wasser (Kapital) abgraben. Mehrere Belastungsfaktoren sind weggefallen. Gold als sicherer Hafen hat (temporär) ein wenig an Bedeutung eingebüßt. Die zuletzt zu beobachtende und bereits an dieser Stelle thematisierte Entwicklung der Bestände des weltgrößten, physisch besicherten Gold-ETF, des SPDR Gold Shares, wirft weiterhin Fragen auf. Die weiteren Entwicklungen gilt es hier unbedingt weiter zu verfolgen. Immerhin bleibt dem Edelmetall die Schwäche des US-Dollar erhalten.

Kurzum: In einer ambivalenten Gemengelage muss es für Gold in den nächsten Tagen zunächst darum gehen, den Schaden zu begrenzen. Im besten Fall findet eine Stabilisierung auf dem aktuellen Preisniveau statt. Sollte es hingegen unter die 1.750 US-Dollar gehen, muss die Lage neu bewertet werden. Die mittel- bis langfristig bullischen Perspektiven des Edelmetalls sehen wir durch den aktuellen Rücksetzer (noch) nicht bedroht. 
 


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10.01.2021, 18:00  |  5132   |   |   

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