Egbert Prior CureVac erfolgreich bei der Partnersuche

Gastautor: Egbert Prior
11.01.2021, 12:19  |  861   |   |   

Im Kampf gegen Corona sind Impfstoffe knapp. Da läßt die Nachricht über eine Kooperation des Impfstoffentwicklers CureVac aufhorchen.

Im Kampf gegen Corona sind Impfstoffe knapp. Da läßt die Nachricht über eine Kooperation des Impfstoffentwicklers CureVac aufhorchen. Die Tübinger haben eine Zusammenarbeit mit dem Pharmariesen Bayer vereinbart. Ziel der „Impf-Allianz“ soll es sein, den in der Entwicklung befindlichen Impfstoffkandidaten CVnCoV „noch schneller für möglichst viele Menschen verfügbar zu machen“, so CureVac-CEO Franz-Werner Haas. Im Dezember hatten die Schwaben eine zulassungsrelevante Phase-2b/3-Studie mit 34.000 Teilnehmern gestartet. Die Unternehmen planen, ihre Stärken zu bündeln, damit CureVac nach Erhalt der Zulassung mehrere 100 Millionen Dosen des neuartigen, auf der mRNA-Technologie basierenden Impfstoffs weltweit zur Verfügung stellen kann. Die Aktie von CureVac reagierte auf die News mit einem Kurssprung von 20% auf 85 Euro. Auch Bayer reagierte positiv mit einem Plus von knapp 4% auf 53,29 Euro. Nach der jahrelangen Talfahrt zieht der Bayer-Kurs in letzter Zeit merklich an. CureVac befindet sich jetzt in einer ähnlichen Aufstellung wie Biontech wieder. Dort ist es der Pharmariese Pfizer, der dem vergleichsweise kleinen Medikamentenforscher Unterstützung gibt. Bayer hilft CureVac bei der Durchführung der umfangreichen Patientenstudie, bei regulatorischen Herausforderungen und unterstützt die Tübinger beim Aufbau der Produktionskapazitäten. CureVac auf auch auf die logistische Infrastruktur der Leverkusener für die weltweite Verteilung des Impfstoffs zurückgreifen. Etwa 50% der Anteile von CureVac hält SAP-Mitgründer Dietmar Hopp. Die Bundesregierung machte 300 Millionen Euro locker und hält seither auch ein Aktienpaket. Freilich steht noch die Zulassung des Impfstoffs aus. Allerdings schaltet die Kooperation mit Bayer nun den Turbo an. Möglicherweise kann eine Zulassung bereits in wenigen Monaten folgen. Börsenwert von CureVac 13 Milliarden Euro. Sicher nicht ganz billig. Doch die Phantasie der Aktie liegt nicht nur bei der Impfstoffentwicklung. Die Schwaben haben sich darüber hinaus eine Forschungspipeline für mRNA-basierte Krebsimmuntherapien und proteinbasierte Wirkstoffe aufgebaut. Die neuartigen Ansätze gelten als sehr aussichtsreich. CureVac zählt weltweit zu den Pionieren des mRNA-Verfahrens. Im Falle des Impfstoffs wird das Erbgut des Virus injiziert, das im Körper ein ungefährliches Virusprotein produziert und damit einen Immunschutz aufbaut. Auch Biontech arbeitet mit dieser Technologie. Im Grunde genommen gibt es auch einen Wettbewerb, wer den Impfstoff mit den besseren Eigenschaften herstellen kann. So könnte sich das langsamere Vorgehen von CureVac noch als Vorteil entpuppen. Allerdings kann die Zulassung immer noch scheitern. Fazit: Die Aktie bleibt für uns ein spekulativer Kauf.



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