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USD / JPY Widerstand im Fokus

Die letzten Handelstage hatten es in sich. Zunächst musste sich der Greenback der Attacken des Japanischen Yen erwehren.

Die letzten Handelstage hatten es in sich. Zunächst musste sich der Greenback der Attacken des Japanischen Yen erwehren. Schließlich ging er zum Gegenangriff über und lancierte seinerseits einen Vorstoß auf der Oberseite. Gelingt es ihm, den Japanischen Yen über eine wichtige Marke zurückzutreiben, könnte das Comeback des Greenbacks Form annehmen…

Rückblick. In Vergleich zu unserer letzten Kommentierung hat sich die Lage für den US-Dollar etwas aufgehellt, auch wenn es zwischenzeitlich durchaus prekär für den Greenback aussah. In der betreffenden Kommentierung hieß es unter anderem „[…]  Der neue Monat bringt wieder eine Flut von neuen Daten und damit potentiellen Impulsgebern mit sich. Nachdem es der US-Dollar zuletzt verstand, den Bereich von 103,4 / 103,1 JPY erfolgreich zu verteidigen, versucht er sich nun daran, den JPY in Richtung 104 zurückzudrängen. Die Marke von 104 JPY hat aus unserer Sicht eine eminent hohe Relevanz als Widerstand. Der bereits gut ausgebaute Horizontalwiderstand wird aktuell von der 38-Tage-Linie und dem dominierenden Abwärtstrend verstärkt. Das bedeutet aus Sicht des US-Dollar zum einen, dass er ein massives Widerstandscluster vor der Brust hat, aber zum anderen eben auch, dass wenn es ihm gelingen sollte, dieses Cluster nachhaltig aufzubrechen, es einem kleinen Befreiungsschlag gleichkommen würde. Doch soweit ist es noch nicht. […]“.


In der Folgezeit ging es hoch her. Vor dem Jahreswechsel versuchte sich der Greenback zunächst vergeblich daran, den Widerstand bei 104 JPY zurückzuerobern und so eine erste Entlastung herbeizuführen. Der Yen übernahm daraufhin wieder das Kommando und „drückte“ den US-Dollar unter die Zone 103,4 / 103,1 JPY und damit unter das Niveau der beiden vorherigen Verlaufstiefs aus dem November und Dezember. Damit schien wiederum das „Schicksal“ des US-Dollars aus charttechnischer Sicht besiegelt zu sein. Einem Test des markanten März-Tiefs bei 101,2 JPY stand „eigentlich“ nichts im Wege. Aber mit dem „eigentlich“ ist es an der Börse bekanntlich so eine Sache. Der US-Dollar drehte im Bereich von 102,5 JPY wieder nach oben. 

Zum Ende der letzten Handelswoche hin setzte der Greenback dann erste Akzente gegen den Yen. Das Währungspaar steht erneut an der „ominösen“ Marke von 104 JPY, die den letzten Comebackversuchen des Greenbacks im wahrsten Sinne des Wortes einen Riegel vorschob. Die (signifikante) Rückeroberung der 104 JPY wäre aus Sicht des US-Dollars ohnehin nur ein erster Schritt, denn die eigentliche Bewährungsprobe würde wohl erst im Bereich von 106,0 JPY warten, doch in den letzten Wochen erwies sich die Marke von 104 JPY als veritabler „Gegner“. Insofern wäre ein Ausbruch über die 104 JPY ein wichtiger Achtungserfolg.  

Unter fundamentalen Aspekten dürften die vergleichsweise robusten US-Konjunkturdaten (u.a. der starke ISM-Index für die verarbeitende Gewerbe) einerseits und die Klärung der politischen Situation in den USA (Kongress bestätigt Wahl Bidens) anderseits die Lage für den US-Dollar etwas beruhigt haben. Ob die aktuelle Gemengelage jedoch ausreichen wird, um den US-Dollar signifikant über die 104 JPY zu führen, bleibt noch abzuwarten. Die neue Handelswoche bringt wieder zahlreiche wichtige Termine mit sich. Insbesondere verspricht der Mittwoch (13.01.) Spannung. In den USA sind für diesen Tag die aktuellen Daten zur Entwicklung der Verbraucherpreise angekündigt. Zudem wird das Beige Book veröffentlicht. 

Kurzum: Für den US-Dollar wird es einmal mehr darum gehen, die Hürde bei 104 JPY endlich signifikant zu überspringen. Die letzten Versuche scheiterten eher kläglich. Oberhalb von 104 JPY würde sich weiteres Aufwärtspotential bis in den Bereich von 106 JPY erschließen. Aber erst die Rückeroberung der 106 JPY würde das Thema Bodenbildung aus unserer Sicht entscheidend voranbringen. Wichtige Unterstützungen verlaufen aus Sicht des Greenbacks bei 103,1 JPY und 102,5 JPY. Auch ein erneuter Test des März-Tiefs bei 101,2 JPY ist in der gegenwärtigen Gemengelage nicht auszuschließen.
 

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13.01.2021, 12:30  |  141   |   |   

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