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Mack & Weise Marktkommentar Dezember 2020

13.01.2021, 13:06  |  321   |   |   

Investmentpolitik: Seit dem Ausbruch der Finanzkrise im Jahr 2008 haben die internationalen Notenbanken zur »Lösung« des Überschuldungsproblems die Zinsen in Richtung Null oder sogar in den Negativbereich abgesenkt

und finanzieren die weltweit exponentiell wachsenden Schuldenberge immer intensiver mit ihren Druckerpressen. Da die »Währungshüter« mit dieser historisch beispiellosen Geldpolitik immer größere Risiken für die Stabilität des heutigen Finanzsystems erzeugen, haben wir die Investitionen in beiden Fonds in den letzten Jahren immer stärker auf physische Edelmetalle und Edelmetallminenaktien fokussiert.

Zentralbank-Planwirtschaft 2020

Im abgelaufenen Jahr 2020 mussten die bedeutendsten Notenbanken der Welt ihre Bilanzen um über 40 % (8.400 Mrd. USD) ausweiten, damit die bis Ende September 2020 um 10 % auf 77.600 Mrd. USD gesprungene Verschuldung der Staatengemeinde weiterhin zu Null- oder Negativzinsen finanziert werden konnte. Im Kontext mit dem seit 2008 um 90.400 Mrd. USD auf aktuell 206.400 Mrd. USD angewachsenen globalen Überschuldungsproblem ist den Notenbanken eine Umkehr ihrer extrem expansiven Geldpolitik nicht mehr möglich, ohne dabei den Einsturz dieses Verschuldungskartenhauses zu riskieren. Zur Aufrechterhaltung der Solvenz-Illusion und zur Verhinderung steigender Zinsen werden die Notenbanken immer größere Teile des von ihnen maßgeblich befeuerten Schuldenproblems gegen frisch kreiertes Geld in ihre Bücher nehmen müssen, womit eine zunehmende Geldentwertung vorprogrammiert ist. 

Das weltweit in zweistelliger Billionenhöhe erzeugte Spekulationsgeld ist maßgeblich für die zu beobachtenden Blasenbildungen an den Aktien- und Anleihemärkten verantwortlich. Diese zeigt sich beispielsweise aktuell an den von purer Euphorie getriebenen Aktienkursen der größten US-Tech-Börsenlieblinge, die jetzt ähnlich hoch bewertet sind wie zu Zeiten der Internetblase im Jahr 2000. Genauso bedenklich sind die Entwicklungen an den Anleihemärkten, wo inzwischen 27 % aller Investment-Grade-Schuldenpapiere eine negative Verzinsung aufweisen, rekordhoch verschuldete Staaten wie Italien, Spanien und Portugal sich erstmals zu Negativzinsen finanzieren können und die Renditen für hoch ausfallgefährdete High-Yield-Schrottanleihen auf neue historische Tiefs gesunken sind.


 
Im vergangenen Jahr konnte der Edelmetallsektor deutliche Gewinne verbuchen und gehörte zu den am besten perfomenden Asset-Klassen. Angesichts der Tatsache, dass sich der Goldpreis in Relation zu den (weiter) dramatisch ansteigenden Geldmengen noch auf historisch niedrigen Bewertungsniveaus bewegt, und die Realzinsen als wichtiger Einflussfaktor nach unserer Einschätzung noch viel negativer zu werden drohen, sehen wir für die Währungsmetalle noch erhebliches Aufwärtspotenzial. 
Von den steigenden Preisen sollten die Edelmetallminenaktien, die im Verhältnis zum Goldpreis aktuell ohnehin deutlich unterbewertet sind, in 2021 überproportional profitieren, zumal der Sektor insgesamt schon im vergangenen Jahr mit Kostendisziplin, starken Gewinnen und Dividendenwachstum zu überzeugen wusste. 

Hamburg, 07. Januar 2021



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