SRH AlsterResearch AG Update: Zuschreibung des Blockbusterpotential

Nachrichtenquelle: AlsterResearch AG
15.01.2021, 11:50  |  939   |   |   

Im Zuge von Erfolgsmeldungen zur Entwicklung des antikörperbasierten Covid-19- Medikaments FYB207 (kein Biosimilar) vollzieht der Kapitalmarkt seit Dezember eine Neubewertung von Formycon, die nach unserer Beurteilung vo

  • Formycon AG (Update), Pharmaceuticals
    MCap EUR 757m; BUY, PT EUR 80.00 (upside 16%)

    Formycon AG_update (German only)

 

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Covid-19-Arznei: Zuschreibung des Blockbuster-Potenzials Im Zuge von Erfolgsmeldungen zur Entwicklung des antikörperbasierten Covid-19- Medikaments FYB207 (kein Biosimilar) vollzieht der Kapitalmarkt seit Dezember eine Neubewertung von Formycon, die nach unserer Beurteilung vollends gerechtfertigt ist. Der Wirkstoff zielt darauf ab, den Eintritt von SARS-CoV-2 in die Zellen zu blockieren. Es besteht eine potenzielle Eignung sowohl zur Prophylaxe als auch zur Therapie symptomatischer Patienten. Das Fusionsprotein – die Kombination eines Antikörperteils (IgG4-Fc) und des menschlichen Proteins ACE2 – hat sich in der präklinischen Entwicklung als sehr effektiv erwiesen, zunächst auf Basis von In-vitro-Tests. Eigenschaften, die FYB207 charakteristisch von anderen Projekten der international auf Hochtouren laufenden Medikamentenentwicklung zur Covid-19-Therapie abgrenzen, bescheren dem Medikament Blockbuster-Potenzial. Zunächst steuert der Entwicklungsprozess nach einem für Q2 geplanten Abschluss der präklinischen In-vivo-Phase auf einen Beginn der klinischen Phase im Laufe der zweiten Jahreshälfte 2021 zu. Angesichts der Dringlichkeit, wirksame Covid-19- Therapien zur Zulassung zu führen, haben wir im Rahmen der Abschätzung des Bewertungspotenzials mit einem Markteintritt im Jahr 2023 kalkuliert. Komplexe antikörperbasierte Proteinarzneimittel wie FYB207 könnten im Instrumentarium der weltweiten Covid-19-Eindämmung als dritter Ansatz erhebliche Relevanz erlangen, neben der bereits in der Praxis angelaufenen Prophylaxe durch Impfstoffe einerseits, neben der Akutbehandlung symptomatisch Erkrankter mit vergleichsweise einfachen, niedermolekularen Wirkstoffen andererseits (Hinweis: Sämtliche Anstrengungen, einen niedermolekularen Wirkstoff als in der Covid-19-Akuttherapie hochwirksam zu identifizieren, blieben bislang erfolglos). FYB207 zeichnet sich in einer Abgrenzung zu anderen Ansätzen der Impfstoff- und Therapeutika-Entwicklung dadurch aus, dass es das Virus am Ausweichen durch Mutation maximal hindert. Diese Eigenschaft rechtfertigt die Annahme, dass FYB207 nach Zulassung und Markteinführung optimalerweise die Rolle einer Standardtherapie zufallen könnte.Einer der Vorteile, die ein großes Molekül wie das aus der Fusion von IgG4-Fc und ACE2 hervorgegangene FYB207 verglichen mit niedermolekularen antiviralen Medikamenten aufweist, ist die längere Halbwertszeit. Dadurch kann die Schutzwirkung bei ausgedehnten Dosierungsintervallen gewährleistet sein (statt Notwendigkeit zur täglichen Infusionsverabreichung). Die deutlich verlängerte Halbwertszeit zeichnet ACE2-IgG4-Fc zudem auch im Vergleich zu reinem löslichen ACE2 aus. Wenngleich das Medikament auch zur effektiven Vorbeugung von Infektionen gerade bei Hochrisikogruppen (Ärzte, medizinisches Pflegepersonal) grundsätzlich geeignet sein könnte, fokussiert sich Formycon bei der FYB207-Entwicklung zunächst auf einen Ansatz zur Therapie stationär aufgenommener (hospitalisierter) Patienten. Unsere Modellierung geht für die relevanten Indikationen davon aus, dass FYB207 einen hohen Marktanteil erlangen wird. Auch bei einem sehr erheblichen Risikoabschlag, der angesichts des frühen Stadiums der Entwicklung zwingend ist, leiten wir Nettobarwerte für FYB207 in Größenordnungen von EUR 500 Mio. mühelos ab. Bis auf Weiteres wird sich unsere Kurszielformulierung auf eine Bewertung der Covid-19- Arnzei von EUR 460 Mio. stützen (EUR 42/Aktie). Das Biosimilar-Portfolio einschließlich der dafür reservierten Finanzmittel von EUR 45 Mio. bewerten wir mit EUR 420 Mio. (EUR 38/Aktie). Fazit: Dank ganz wesentlicher Alleinstellungsmerkmale des Fusionsmoleküls FYB207 kann Formycon eine gewichtige Rolle bei der Entwicklung antikörperbasierter Medikamente zur Therapie von Covid-19 einnehmen. Komplexe antikörperbasierte Proteinarzneimittel wie FYB207 könnten im Instrumentarium der weltweiten Covid-19- Eindämmung als dritter Ansatz erhebliche Relevanz erlangen, neben vergleichsweise einfachen, niedermolekularen Wirkstoffen zur Akutbehandlung symptomatisch Erkrankter (künftiges Szenario einer täglichen Infusionsbehandlung) einerseits, der Prophylaxe durch Impfstoffe andererseits. Wir gehen davon aus, dass die für den Eintritt in die klinische Phase anzusetzenden Finanzmittel in der ersten Hälfte des bevorstehenden Jahres zur Verfügung stehen können; öffentliche Mittelzuschüsse können einer der Bausteine kommender Entwicklungsschritte sein. Das Kursziel setzen wir von zuletzt EUR 45,00 auf EUR 80,00 hoch und bekräftigen für die im Börsensegment Scale notierte Aktie das Anlageurteil „Kaufen“.


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