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PwC-Umfrage Jeder Vierte kauft mehr Bio- als konventionelle Lebensmittel / Konsumenten akzeptieren hohen Aufpreis für Bio-Milch / 44 Prozent zweifeln an Angaben zur Umweltbelastung - Seite 2

Nachrichtenagentur: news aktuell
16.01.2021, 10:45  |  245   |   |   


Produkten im stationären Handel ausreicht und es deshalb gar nicht notwendig
ist, die Produkte online zu beziehen. 69 Prozent sind der Meinung, dass frische
Produkte aus ökologischem Anbau bei einem Onlineversand mehr Qualitätseinbußen
erleiden als herkömmliche Produkte. Fast ebenso viele (68 Prozent) empfinden den
Onlinehandel von Bioprodukten als eher umweltbelastend und damit unpassend für
ökologisch hergestellte Lebensmittel.

Gesundheit spricht für Bio, Preis für konventionelle Produkte

Während das wichtigste Argument für Bio der Wunsch nach einer ausgewogenen und
gesunden Ernährung ist, spricht aus Sicht der Konsumenten vor allem der Preis
für das konventionelle Produkt - das sagt knapp die Hälfte der Befragten (49
Prozent). Das Preisargument hat im Vergleich zu 2017 jedoch an Zugkraft
verloren: Damals gaben 63 Prozent an, dass sie sich aus Kostengründen für das
konventionelle Produkt entscheiden.

Die Bereitschaft, einen Aufpreis für nachhaltige Lebensmittel zu zahlen, hängt
dabei stark vom Produkt und dem jeweiligen Preisunterschied ab: Für einen Liter
Bio-Milch würde die Hälfte der Befragten im Durchschnitt bis zu 1,45 Euro
bezahlen - und damit 61 Prozent mehr als für konventionelle Milch.

Anders sieht es beim Thema Fleisch aus, wo die Preisunterschiede im Handel
schwerer wiegen: Zwar wäre knapp die Hälfte bereit, für ein
Bio-Hähnchenbrustfilet mehr zu bezahlen. Allerdings dürften 250 Gramm
Bio-Geflügel im Durchschnitt nur maximal 3,91 Euro kosten. Bei einem
tatsächlichen Marktpreis von 7,35 Euro greift nur jeder Fünfte (21 Prozent) zur
Bio-Variante.

Gütesiegel haben Einfluss auf die Kaufentscheidung

Beim Einkauf spielen für die Verbraucher zudem Gütesiegel eine immer wichtigere
Rolle: Zwei Drittel halten solche Siegel für wichtig; 59 Prozent geben an, dass
Gütesiegel ihre Kaufentscheidung beeinflussen. Vor vier Jahren lag dieser Wert
noch bei 47 Prozent.

"Ein Gütesiegel auf Bioprodukten schafft einen zusätzlichen Kaufanreiz",
erläutert Christian Wulff. "Händler und Hersteller haben viel investiert, um die
Anforderungen für ein entsprechendes Zertifikat einzuhalten. Mit Erfolg: Das
Vertrauen in Gütesiegel auf Bioprodukten ist in den vergangenen Jahren deutlich
gewachsen", so der PwC-Experte weiter. Allerdings gibt es weiterhin Vorbehalte:
55 Prozent der Deutschen geben an, den Qualitätssiegeln zu vertrauen (2017: 44
Prozent) - knapp jeder Zweite steht ihnen skeptisch gegenüber.

Fast jeder Zweite zweifelt an Angaben zur Umweltbelastung

Vegan oder glutenfrei? Die große Mehrheit der Verbraucher schenkt auch den
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