Das Heulen der Barzahler!

Nachrichtenquelle: Markus Miller
16.01.2021, 22:47  |  1045   |   |   

Corona sorgt in der deutschen Wirtschaft für einen Digtalisierungsschub, wie eine aktuelle Umfrage des ZEW zeigt. „Vor allem die Arbeit der Beschäftigten gestaltet sich in vielen Unternehmen sichtbar digitaler als vor der Krise. Rund jedes dritte Unternehmen in der Informationswirtschaft und jedes vierte Unternehmen im Verarbeitenden Gewerbe hat hier den eigenen Digitalisierungsgrad erhöhen können“, so Dr. Daniel Erdsiek, Wissenschaftler im ZEW-Forschungsbereich Digitale Ökonomie.

Aber auch bei Geschäftsprozessen und in der Angebotspalette tut sich einiges, wie der Blick auf die nachfolgende Statista-Grafik zeigt. Auch nach der Umsatzentwicklung haben die Analysten gefragt. „Im Vergleich zu vor der Krise ist der Umsatz bei fast der Hälfte der Unternehmen in der Informationswirtschaft und bei rund 70 Prozent der Unternehmen im Verarbeitenden Gewerbe gesunken.“ Aber es gibt auch Krisengewinner: Etwa jedes siebte der befragten Unternehmen konnte seinen Umsatz steigern.

Branche ohne Zukunft: Die Bundesvereinigung Deutscher Geld- und Wertdienste

Aber es gibt auch Unternehmen und ganze Branchen, denen die Digitalisierung das Wasser abgräbt. Aktuell hat die BDGW Bundesvereinigung Deutscher Geld- und Wertdienste wieder einmal eine heulende bzw. jammernde Pressemitteilung veröffentlicht, die voll von Selbstmitleid und fehlender Innovations- und Zukunftsfähigkeit ist. Das längst tote Pferd des Bargelds, auf dem diese Branche sitzt, soll offensichtlich mit aller Macht weiter geritten werden. Besser wäre es abzusteigen und neue digitale Wege zu gehen. Nun zur Jammer-Pressemitteilung – im legitimen Eigeninteresse – des BDGW:

Was die Geld- und Wertdienstleister schon seit vielen Monaten tagtäglich spüren, hat die Bundesbank nun noch einmal bestätigt: Die Barzahlungen im Handel sind während der Corona-Pandemie im letzten Jahr deutlich zurückgegangen. „Dies wird dramatische Auswirkungen auf unsere Branche haben. Es droht ein massiver Arbeitsplatzabbau“, kommentierte Michael Mewes, Vorstandsvorsitzender der BDGW.

Deutsche Bundesbank befragt Bürger zu ihrem Zahlungsverhalten

Zwischen August und Oktober 2020 befragte die Deutsche Bundesbank mehr als 5.000 Bürger zu ihrem Zahlungsverhalten während der Corona-Pandemie. Den Ergebnissen zufolge erfolgten nur noch 60 Prozent aller Transaktionen in bar. Der Anteil der Barzahlungen am Gesamtwert aller Transaktionen betrug sogar nur noch 32 Prozent. Vor zwei Jahren lagen die Werte noch bei 80 bzw. 48 Prozent. Demgegenüber haben Kartenzahlungen deutlich zugenommen, viele von ihnen erfolgten kontaktlos.

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