ROUNDUP Weg mit den 'Grauen Flecken': Mobilfunker wollen Funklöcher schließen

Nachrichtenagentur: dpa-AFX
19.01.2021, 14:30  |  189   |   |   

MÜNCHEN/BONN (dpa-AFX) - Um Funklöcher zu schließen, arbeiten die drei deutschen Mobilfunk-Netzbetreiber künftig stärker zusammen. Wie die Firmen am Dienstag mitteilten, unterzeichnete Telefónica Deutschland (O2) mit der Deutschen Telekom sowie mit Vodafone jeweils eine Absichtserklärung für die Schließung von insgesamt 2400 "Grauen Flecken" auf der Landkarte im Laufe dieses Jahres. Hierbei geht es um Gebiete, in denen 4G (LTE) nicht in allen drei Mobilfunknetzen zu empfangen ist und viele Verbraucher im Funkloch stecken.

Telefónica-Deutschlandchef Markus Haas erklärte, dass für schnelle Fortschritte in der Mobilfunkversorgung "eine gemeinsame Kraftanstrengung aller Beteiligten erforderlich" sei. "Die kooperative Mitnutzung von Standorten ist ein wichtiger Schritt auf diesem Weg und ein gutes Signal an Deutschlands Mobilfunkkunden." Die Deutschlandchefs der Telekom, Srini Gopalan, und von Vodafone, Hannes Ametsreiter, sahen es ähnlich.

Handeln Sie Ihre Einschätzung zu Deutsche Telekom AG!
Long
Basispreis 14,00€
Hebel 14,86
Ask 1,01
Short
Basispreis 16,00€
Hebel 14,76
Ask 1,07

Den Basisprospekt sowie die Endgültigen Bedingungen und die Basisinformationsblätter erhalten Sie bei Klick auf das Disclaimer Dokument. Beachten Sie auch die weiteren Hinweise zu dieser Werbung.

Bei "Weißen Flecken", wo noch gar kein Netz zu empfangen ist, wollen die drei Konzerne ebenfalls an einem Strang ziehen und insgesamt 6000 Standorte bauen, dieses Vorhaben verkündeten sie 2019. Zum Vergleich: Laut Bundesnetzagentur gibt es in Deutschland 81 000 Mobilfunkstandorte (Stand: Ende 2019).

Die "grauen" Standorte liegen in dünn besiedelten Gegenden - dort ist ein wirtschaftlicher Betrieb der Antennen schwierig. Durch die gemeinsame Nutzung der Antennen sind die Kosten für die Netzbetreiber niedriger als bei einem Alleingang. Die Firmen bringen sich zu gleichen Teilen in die Partnerschaften ein. "Wir bringen genauso viel mit zur Party wie jeweils unsere Wettbewerber", sagte O2-Manager Haas. "Wir geben einen [Standort] und bekommen einen."

Sein Münchner Unternehmen ist spät dran, denn die beiden Konkurrenten aus Bonn und Düsseldorf verkündeten schon Anfang 2020 eine ähnliche, aber umfangreichere Kooperation. Sie beschlossen, jeweils etwa 2000 Standorte für den Wettbewerber zu öffnen, es geht insgesamt also um 4000. Allerdings haben die beiden Firmen Vorgaben aus der Kooperation noch nicht umgesetzt, das wollen sie bis zum Frühjahr tun.

Dass die Telekom und Vodafone noch keine Fakten geschaffen haben, liegt am Bundeskartellamt. Deutschlands oberste Wettbewerbshüter ließen im vergangenen Jahr ihre Bedenken erkennen, als Vertreter der beiden Firmen bei ihnen anklopften und ihr Vorhaben auf den Tisch legten. "Eine Kooperation von Deutscher Telekom und Vodafone ohne Beteiligung von Telefónica wäre aus unserer Sicht wettbewerblich problematisch", erklärte Kartellamtschef Andreas Mundt am Dienstag.


Seite 1 von 3


Diesen Artikel teilen

Schreibe Deinen Kommentar

Bitte melden Sie sich an, um zu kommentieren. Anmelden | Registrieren

 

Disclaimer

ROUNDUP Weg mit den 'Grauen Flecken': Mobilfunker wollen Funklöcher schließen Um Funklöcher zu schließen, arbeiten die drei deutschen Mobilfunk-Netzbetreiber künftig stärker zusammen. Wie die Firmen am Dienstag mitteilten, unterzeichnete Telefónica Deutschland (O2) mit der Deutschen Telekom sowie mit Vodafone jeweils eine …

Community

Nachrichten des Autors

Titel
Titel
Titel
Titel