PwC-Umfrage Beiräte in Familienunternehmen: Wenn, dann richtig

Nachrichtenagentur: news aktuell
21.01.2021, 12:45  |  135   |   |   

Düsseldorf (ots) - 83 Prozent der Familienunternehmen vertrauen auf einen Beirat
/ In vier von fünf Gremien sitzen Gesellschafter oder Mitglieder der Familie /
Digitalisierungskompetenz ist Mangelware / NextGen in den meisten Beiräten kaum
vertreten

Sparrings-Partner auf Augenhöhe, Berater bei strategischen Entscheidungen, aber
auch Kontrolleur der Geschäftsführung: Beiräte gehören mittlerweile zum Standard
guter Führung von Familienunternehmen sowie dem Mittelstand und haben sich als
zentrales Governance-Instrument fest etabliert. Die Qualität und Stringenz, mit
der Beiräte eingerichtet werden, lässt aber zu wünschen übrig: Die Mitglieder
des Gremiums sind im Schnitt zu alt, falsch ausgewählt und lassen Kompetenzen in
Zukunftsthemen vermissen. Zu diesen Ergebnissen kommt eine Befragung im Auftrag
der Prüfungs- und Beratungsgesellschaft PwC und der INTES Akademie für
Familienunternehmen unter 250 Familienunternehmen im deutschsprachigen Raum.

Fünf von sechs Familienunternehmen vertrauen auf einen Beirat

Der Anteil der Familienunternehmen, die auf ein externes Beratungs- oder
Kontrollgremium - also einen Bei-, Aufsichts- oder Verwaltungsrat - vertrauen,
ist seit 2002 von 39 deutlich auf 83 Prozent gestiegen; obwohl die meisten
Unternehmen gesetzlich nicht zur Einrichtung eines solchen Gremiums verpflichtet
sind. "Dass immer mehr Familienunternehmen auf Beiräte setzen, ist eine gute
Entwicklung, denn das Gremium kann als Impulsgeber oder Aufsichtsgremium eine
wichtige Rolle einnehmen. Aber dafür muss es mit den richtigen Kompetenzen
besetzt sein", kommentiert Uwe Rittmann, Leiter Familienunternehmen und
Mittelstand sowie Geschäftsführungsmitglied bei PwC Deutschland. "Unsere Studie
zeigt jedoch: Viele Familienunternehmen betreiben die Beiratsarbeit noch nicht
mit der gebotenen Konsequenz und lassen die Chancen, die ein Beirat bietet,
zumindest teilweise ungenutzt. Das ist verschenktes Potenzial. Mein Plädoyer
lautet: Wenn schon Beirat, dann richtig."

Beiräte stammen immer häufiger aus dem Kreis der Familie

Ein weiteres Ergebnis: Die Mitwirkung von Familienmitgliedern in den
Beiratsgremien nimmt zu. Vier von fünf Familienunternehmen (81 Prozent) besetzen
ihre Beiräte unter anderem mit Gesellschaftern und Mitgliedern der Familie
(2013: 67 Prozent). "Dies zeigt ein zunehmendes Verantwortungsbewusstsein der
Gesellschafter für ihr Familienunternehmen. Allerdings sollte hierbei eine
Grundregel der 'Good Governance' beachtet werden", so Gerold Rieder,
Geschäftsführer der INTES Akademie für Familienunternehmen. "Sie besagt: Wenn
die Geschäftsführung von Familienmitgliedern geleitet wird, sollte der
Vorsitzende des Beirats von einem familienunabhängigen Mitglied besetzt werden -
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PwC-Umfrage Beiräte in Familienunternehmen: Wenn, dann richtig 83 Prozent der Familienunternehmen vertrauen auf einen Beirat / In vier von fünf Gremien sitzen Gesellschafter oder Mitglieder der Familie / Digitalisierungskompetenz ist Mangelware / NextGen in den meisten Beiräten kaum vertreten Sparrings-Partner …

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