"Are You Stupid?" Oatly startet erste europaweite Kampagne gegen Änderungsantrag der EU

Nachrichtenagentur: news aktuell
21.01.2021, 13:30  |  1314   |   |   

Berlin (ots) - Oatly, ein weltweit führender Haferdrinkhersteller, hat seine
erste europaweite Kreativkampagne gestartet. Darin stellt das Unternehmen
Konsument*innen die Frage "Are You Stupid?" und reagiert so auf den
Änderungsantrag 171, der, nach der Zustimmung des Europäischen Parlaments
letzten Herbst, nun vom EU-Ministerrat beschlossen werden soll.

Änderungsantrag 171 fordert starke Einschränkungen für pflanzliche
Milchalternativen und wird von der European Dairy Association unterstützt, die
behauptet, dass die bestehenden Verpackungs- und Marketingrichtlinien für
Verbraucher*innen irreführend seien. So irreführend, dass zukünftig jeglicher
Hinweis auf Milchprodukte für pflanzliche Alternativen illegal werden soll.
Ausdrücke wie "frei von Milch" oder "sahniger Geschmack" könnten damit verboten
werden. Änderungsantrag 171 könnte sogar soweit führen, dass Verpackungen, die
denen von Milcherzeugnissen ähneln, geändert werden müssten und Vergleiche des
CO2e-Fußabdrucks zwischen pflanzlichen Alternativen und Milchprodukten nicht
mehr kommuniziert werden dürften.

Oatly ist jedoch zuversichtlich, dass Konsument*innen dazu in der Lage sind, den
Unterschied zwischen pflanzlichen Alternativen und Milchprodukten zu erkennen.
In einer Umfrage*, die der schwedische Haferdrinkhersteller gemeinsam mit der
GfK in Deutschland durchgeführt hat, haben lediglich 5 % der Teilnehmer*innen
angegeben, schon einmal versehentlich ein veganes Produkt gekauft zu haben. Und
nur die Hälfte davon (also 2,5 % der Befragten) haben sich daran gestört.

Nun zieht Oatly auch die breite Öffentlichkeit zurate. In einer digitalen
Kampagne zeigt Oatly in verschiedenen Videos die Antworten von Teilnehmer*innen
einer Studie, die eine Woche dauerte und zwölf Fokusgruppen mit Menschen aus 17
Ländern im Alter von 21-64 Jahren umfasste. Auch nachdem elf Stunden lang immer
dieselbe Frage auf verschiedene Arten gestellt wurde, konnten die
Teilnehmer*innen problemlos den Unterschied zwischen pflanzlichen Produkten und
Milcherzeugnissen ausmachen.

Die Kreation von Oatly stellt die widersprüchlichen Aussagen der EU und die
Absurdität von Änderungsantrag 171 in den Vordergrund. Zu den weiteren
Aktivitäten der Kampagne gehören physische Samplings mit potenziellen neuen
Oatly-Verpackungen, Anzeigen und ein "Are You Stupid?" Online-Test
(https://www.oatly.com/de/stop-plant-based-censorship/test) .

Tobias Nordström, Head of Planning bei Oatly , erklärt: "Wir bei Oatly sind uns
der Auswirkungen bewusst, die Änderungsantrag 171 auf Menschen haben kann, die
sich pflanzlich ernähren wollen. Aber wir wollten direkt mit den Konsument*innen
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