Merkel wirbt für längeren Lockdown - 'Dritte Welle verhindern'

Nachrichtenagentur: dpa-AFX
21.01.2021, 17:50  |  395   |   |   

(neu: Weitere Nachweise von Corona-Varianten in Deutschland)

BERLIN (dpa-AFX) - Bundeskanzlerin Angela Merkel hat trotz sinkender Corona-Zahlen eindringlich für den längeren Lockdown bis in den Februar geworben. Es sei "sehr ermutigend", dass sich die aktuelle Lage zu entspannen beginne, sagte die CDU-Politikerin am Donnerstag in Berlin. Man dürfe aber nicht warten, bis sich eine neue, wohl ansteckendere Virus-Variante ausbreite. "Dann wäre es zu spät, um eine dritte Welle der Pandemie und gegebenenfalls eine noch heftigere als jemals zuvor zu verhindern." Merkel sicherte erneut zu, die Impfungen in Deutschland möglichst schnell voranzubringen.

Im Zuge der verstärkten Suche nach den neuen Virus-Mutanten hat es in Deutschland inzwischen weitere Treffer gegeben. Dem Robert Koch-Institut wurden bislang (Stand 21.1., 0.00 Uhr) 28 Nachweise der Variante B.1.1.7 aus sieben Bundesländern gemeldet, wie eine Sprecherin mitteilte. Diese Variante war erstmals in Großbritannien aufgetaucht und gilt als besonders infektiös. Für die Variante, die sich zunächst in Südafrika stark verbreitete, waren dem RKI insgesamt 17 Fälle aus Hamburg, Nordrhein-Westfalen und Baden-Württemberg bekannt. Die Meldungen können beim RKI aber zeitverzögert ankommen.

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Merkel betonte, es s seien "gute Nachrichten", dass die täglichen Neuinfektionen und die Belegung der Intensivstationen endlich zurückgingen. "Das zeigt, dass die harten Einschnitte, die die Menschen in Deutschland seit Wochen auf sich nehmen müssen, sich auszuzahlen beginnen." Die Mühe lohne sich. Die Zahl der neuen Infektionen pro 100 000 Einwohner binnen sieben Tagen sank nun auf 119 und damit den niedrigsten Wert seit 1. November, wie das RKI am Donnerstag bekannt gab. Kurz vor Weihnachten (22.12.) hatte der Höchststand bei 197,6 gelegen. Zwischen den Ländern gibt es aber weiterhin große Unterschiede - von Thüringen mit 225 bis Bremen mit 77. Angestrebt wird ein Niveau von bundesweit weniger als 50.

Zugleich gebe es aber noch "erschreckend hohe Todeszahlen", sagte Merkel. Das mutierte Virus sei in Deutschland noch nicht dominant. "Trotzdem müssen wir diese Gefahr sehr ernst nehmen. Das kann ich jedenfalls uns allen nur raten." Die Ausbreitung müsse so weit wie möglich verlangsamt werden. Es sei noch etwas Zeit, um vorzubeugen. Daher ziele der längere Lockdown darauf, den Rückgang der Infektionen deutlich zu beschleunigen, bevor sich das mutierte Virus ausbreite. Merkel äußerte Verständnis für Unmut und Frust in der Pandemie, die von allen als Zumutung empfunden werde. Etwa bei Familien, Kultur und Wirtschaft werde "die Geduld auf eine extrem harte Probe gestellt".


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