DPAM-Stratege über den Alptraum Arbeitslosigkeit: "Geld- und Fiskalpolitik muss gegensteuern"

Gastautor: Simon Weiler
22.01.2021, 12:33  |  123   |   |   

Für Peter De Coensel, CIO Fixed Income bei DPAM, wird die Genesung der Arbeitsmärkte die Reaktionsfunktion der Zentralbanken bei der Festlegung der Leitzinsen, der Finanzierungsbedingungen für Banken und der Dauer und Intensität der Ankäufe von Vermögenswerten beeinflussen.

Zwar konnte der Anstieg der Arbeitslosigkeit in Richtung 8,7 % zum Ende des 2. Quartals 2020 dank der von den Regierungen aufgelegten Programme zur Arbeitsplatzerhaltung, z.B. in Form von Kurzarbeit, gedämpft werden. Solche Maßnahmen zur Erhaltung von Arbeitsplätzen helfen, die Arbeitslosigkeit kurzfristig stabil zu halten, den Liquiditätsbedarf der Unternehmen zu reduzieren und ihre Aktivitäten nach Aufhebung der Lockdowns schnell wieder aufzunehmen.

Arbeitsplatzerhaltungsprogramme erfordern aber eine intelligente Ausgestaltung, die unerwünschte Effekte begrenzt. Hierzu zählen Mitnahmeverluste, wie die Subventionierung von Arbeitsplätzen, die nicht gefährdet sind, sowie Verdrängungseffekte in Form der Subventionierung unrentabler Arbeitsplätze. Diese können die langfristige Effizienz von Volkswirtschaften verringern, wenn sie zu lange angewendet werden, da sie notwendige wirtschaftliche Umstrukturierungen blockieren.

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Disclaimer

DPAM-Stratege über den Alptraum Arbeitslosigkeit: "Geld- und Fiskalpolitik muss gegensteuern" Das Thema Inflation dominiert die Marktdiskussionen. Ungeachtet dessen, dass Inflation und Inflationsangst in der Debatte um die Richtung der langfristigen Zinsen wichtig sind, verdient der Faktor Arbeit als nachlaufender Wirtschaftsindikator mehr Aufmerksamkeit. Die Arbeitsmärkte auf der ganzen Welt sind tief erschüttert. Die Pandemie könnte größere und strukturellere Probleme auf dem Arbeitsmarkt aufgedeckt haben als der Konsens glaubt.

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