Kommt es schon 2021 zu einem Defizit im Silbermarkt?

22.01.2021, 14:02  |  1058   |   |   

Der Ausbruchsversuch des Silberpreises wurde jäh gestoppt. 2021 könnte dennoch dank der Industrienachfrage ein Top-Jahr werden. Analysten halten einen Preis von 30$ schon im Q1 für möglich.

Der Ausbruchsversuch des Silberpreises wurde am heutigen Freitag jäh gestoppt. 2021 könnte dennoch das Jahr des Metalls werden, denn die Bedeutung der Industrienachfrage nimmt deutlich zu. Analysten halten schon im ersten Quartal Preise von 30 Dollar je Unze für realistisch.

Silber: Ausbruchsversuch vorerst gescheitert

Die Outperformance des Silberpreises im 2. Halbjahr 2020 gegenüber Gold war beeindruckend. Doch 2021 ist der „kleine Bruder“ noch nicht richtig in die Gänge gekommen. Der Ausbruchsversuch diese Woche dürfte vorerst als gescheirtert betrachtet werden. Charttechnisch ist damit aber nichts verloren, die Notiz hält sich wacker über der 25 Dollar-Marke.

Der Industrieboom treibt die Nachfrage

Mittel- und langfristig sind die Perspektiven für Silber sehr positiv. Und das liegt an der Industrienachfrage. 2021 dürfte da in zweierlei Hinsicht ein bedeutendes Jahr werden. Denn zum einen könnte die Pandemie endlich ihr Ende finden, wenn die globale Impfstrategie funktioniert. Der Boom Chinas im 2. Halbjahr 2020 war ein Vorgeschmack dessen, was auf Europa und Nordamerika im Sommer und danach auf uns wartet.

Silber

Bidens „Green Deal“ kommt

Dabei spielt der zweite Faktor eine wichtige Rolle: Joe Biden. Der neue US-Präsident hat ein massives Programm zur Förderung der Erneuerbaren Energien und der Elektrifizierung des Verkehrs angekündigt und will hunderte Mrd. Dollar dafür in die Hand nehmen. Dabei kommt schon jetzt mehr als die Hälfte der Industrienachfrage aus den Bereichen Solarmodule und Elektronik. Diese Nachfrage sollte massiv anziehen. Dabei gilt zu bedenken, dass Silber ein kleiner Markt ist. Zusätzliche Nachfrage kann hier nicht schnell befriedigt werden.

UBS: Silber steigt auf 30 Dollar bis zum Ende des Q1

Und dann könnte schon im Laufe dieses Jahres aus dem erwarteten Förderüberschuss von rund 200 Mio. Feinunzen Silber ein Defizit werden, wie die Analysten der UBS in ihrem Jahresausblick unken. Die Eidgenossen erwarten deshalb, dass die Gold-Silber-Ratio in diesem Jahr bis auf 65 sinken könnte, dem niedrigsten Wert seit 2017. Bis zum Ende des ersten Quartals schon rechnet die Schweizer Investmentbank mit einem Silberpreis von 30 US-Dollar je Unze.

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