Euphorie und Panik liegen an der Börse häufig sehr eng beieinander

Gastautor: Sven Weisenhaus
23.01.2021, 09:58  |  1414   |   |   

Die Aktienmärkte konnten in der jüngeren Vergangenheit neue Rekordhochs auch deshalb markieren, weil Anleger und Investoren darauf setzen, dass die wirtschaftlichen Einbußen, die das Corona-Virus im .....

Die Aktienmärkte konnten in der jüngeren Vergangenheit neue Rekordhochs auch deshalb markieren, weil Anleger und Investoren darauf setzen, dass die wirtschaftlichen Einbußen, die das Corona-Virus im vergangenen Jahr verursacht hat, in diesem Jahr weitestgehend wieder aufgeholt werden. Doch hier in der Börse-Intern war schon sehr früh im vergangenen Jahr zu lesen, dass es keine V-förmige Erholung geben und die Wirtschaft insgesamt wohl erst frühestens im kommenden Jahr wieder ihr Vor-Krisen-Niveau erreichen wird. Ich erinnere dazu an die folgende Grafik aus der Börse-Intern vom 9. Juni 2020.

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Und genau diese Einsicht einer sich länger hinziehenden Erholung macht sich allmählich wieder breit. Denn die Menschen erkennen in den anhaltend hohen Infektions- und Todesfallzahlen sowie den Verlängerungen und Ausweitungen der Maßnahmen, dass dieses Szenario, welches schon vor Monaten von Experten aufgestellt wurde, immer mehr zur Realität wird.

Schon früh wurde zum Beispiel die Erwartung geäußert, dass eine Herdenimmunität wohl erst im Herbst 2021 erreicht sein wird. Und es zeichnet sich immer stärker ab, dass es wohl so kommt und die Wirtschaft daher auch in 2021 noch lange Zeit mit Restriktionen zu kämpfen hat und somit noch einige Monate lang belastet sein wird.

Wachstumserwartungen werden bereits wieder zurückgeschraubt

Das Jahr 2021 ist noch sehr jung, und heute tauchen bereits Meldungen auf, dass die Bundesregierung ihre Wachstumserwartung für das laufende Jahr voraussichtlich auf 3,0 % senken wird, nachdem sie zuletzt von einem Plus von 4,4 % ausging. Zur Erinnerung: Im vorigen Jahr war die Wirtschaft letztlich um 5,0 % eingebrochen.

Bezogen auf die Grafik oben lässt sich also sagen, dass der Einbruch der deutschen Wirtschaft in 2020 weniger stark ausfiel als noch im Sommer 2020 erwartet, die Erholung in 2021 aber selbst hinter den damaligen Prognosen zurückbleiben wird, obwohl man zwischenzeitlich wesentlich optimistischer war. Und derzeit kann niemand sagen, ob die Erwartungen nicht noch einmal zurückgeschraubt werden müssen.

Auch die Wirtschaft wird wieder weniger optimistisch

Passend dazu sind auch gestern die Einkaufsmanagerdaten von IHS Markit schwächer ausgefallen. Demnach legt die deutsche Wirtschaft angesichts des Corona-Lockdowns zum Jahresauftakt ein so langsames Wachstumstempo an den Tag wie seit sieben Monaten nicht mehr. Der Einkaufsmanagerindex für die gesamte Privatwirtschaft – also Industrie und Dienstleister zusammen – fiel im Januar um 1,2 auf 50,8 Punkte. Der Frühindikator hielt sich damit nur noch knapp über der Marke von 50, ab der Wachstum signalisiert wird.

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