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Franchisestatistik 2020 Krisenfest und resilient durch das Coronajahr (FOTO)

Nachrichtenagentur: news aktuell
25.01.2021, 11:15  |  133   |   |   

Berlin (ots) -

- Umsatzplus der Gesamtfranchisewirtschaft von 4,6%
- Stimmungslage: FKI wieder auf 138% gestiegen
- 63% der Mitgliedssysteme nehmen Pandemie-Auswirkungen kaum oder positiv wahr

Die aktuelle Franchisestatistik zeigt auch im Krisenjahr 2020 eine positive
Entwicklung der Franchisewirtschaft auf. Demnach haben die bundesweit rund 930
Franchisesysteme im vergangenen Jahr 138.748 Franchisepartner, das sind 4% mehr
als noch im Vorjahr. Insgesamt sind rund 749.198 Mitarbeiter bei den 176.240 (+
2,6%) Franchisebetrieben beschäftigt, was einer Steigerung von 4,5% entspricht.
Zahlen, die selbst im Corona dominierten 2020 auf Wachstum und Weiterentwicklung
hinweisen. Verstärkt wird dies durch die Entwicklung des Gesamtumsatzes: Im
Vergleich zum Vorjahr ist dieser um 4,6% auf 135 Milliarden Euro erneut
gestiegen.

Dienstleistungssektor weiter an der Branchenspitze: Der Dienstleistungssektor
bleibt mit 38% an der Spitze der Branchenverteilung. Einen Wechsel gab es auf
Platz zwei: Hier hat der Gastronomie- und Freizeitsektor (30%) den Handel (21%)
abgelöst. Den vierten Platz belegt weiterhin das Handwerk, nun mit 11%. Das
Ranking der Branchen im Jahr 2020 bestätigt die unangefochtene Spitze. Bewegung
bleibt bei den übrigen Plätzen. Die Nachhaltigkeit der Branchendaten wird sich
in den Erhebungen der folgenden Jahre zeigen.

Stabile Partnerentwicklung setzt sich fort: Die Partnerentwicklung konnten die
befragten Franchisesysteme ein weiteres Mal steigern. Lag die Anzahl der
Franchisenehmer in 2019 bei 133.000 so wuchs sie im vergangenen Jahr um 4% auf
über 138.000 an. Hochgerechnet auf die Gesamtfranchisewirtschaft wurden damit
rund 5.300 Partnerschaften mehr als 2019 unter dem Markendach eines
Franchisesystems eigegangen. Und das unter deutlich erschwerten Bedingungen des
Coronajahres. Auf welche Zielgruppen mehrheitlich gesetzt wird, um
Geschäftsideen erfolgreich zu multiplizieren wurde ebenfalls abgefragt: Mit 30%
stehen angestellte Fach- und Führungskräfte weiterhin auf dem ersten Platz,
gefolgt von freien Unternehmen (24%), bestehenden Franchisenehmern (17%) und
eigenen Mitarbeitern (9%). "Das Thema Konversion, also die Umwandlung und
Eingliederung bestehender Unternehmen in ein Franchisesystem dürfte künftig
weiter an Bedeutung gewinnen, schließlich kristallisiert sich aktuell heraus,
dass das Modell Franchise der Krise, dank des stabilen Netzwerkes,
vergleichsweise gut gewachsen ist", erläutert Torben Leif Brodersen,
Hauptgeschäftsführer des Deutschen Franchiseverbandes.

Zahlen spiegeln Resilienz und Widerstandskraft wider: Insgesamt lässt sich an
den Zahlen des Jahres 2020 eine Widerstandskraft gegenüber äußeren Einflüssen
ablesen. Dafür spricht auch die Erholung des Franchise Klima Index (FKI), der
zweimal jährlich erhoben wird und die Stimmungslage innerhalb der
Mitgliedssysteme abbildet. Hatte der FKI Ende 2019 positive 145%, sank er im vom
ersten Lockdown geprägten 1. Halbjahr 2020 erheblich auf 122% ab. Der Wert des
2. Halbjahres gibt mit 138% einen deutlichen Stimmungsanstieg innerhalb der
Franchisesysteme wieder.

Wahrnehmung negativer Corona-Folgen nimmt weiter ab: Erlebten in der Erhebung
des 1. Halbjahres noch 56% der im Franchiseverband organisierten Systeme die
Auswirkungen der Corona-Krise negativ, so ist dieser Wert aktuell auf 37%
gesunken. Dem gegenüber stehen 35 %, die diese als positiv wahrnehmen. 28% gaben
an, kaum Veränderungen zu spüren.

Stabile Stimmungslage bei Franchisegebern und Partnern: Zeigte sich die
Stimmungslage in den befragten Franchisesystemen vor der Coronakrise
ausgesprochen positiv (Stimmung ist hervorragend: 31%, Stimmung ist gut: 48%),
so bleiben diese Werte aktuell mit 31% (hervorragend) und 33% (gut) hinter ihnen
zurück, geben aber in der derzeitigen Situation eine erstaunlich gute
Stimmungslage wieder. 18% gaben an, sehr schlechter bzw. schlechter Stimmung zu
sein. Weitere 18%, hielten diese eher für neutral. Etwas kritischer sehen das
die Franchisepartner. Lag ihre Stimmung vor der Krise mit 71% bei
hervorragend/gut und 12% bei sehr schlecht/schlecht sowie 18% bei neutral auf
sehr positivem Niveau, so rutscht diese in der Coronakrise leicht ab. Aktuell
gaben 51% der Franchisenehmer an hervorragender/guter Stimmung zu sein.
Demgegenüber stehen 15% mit sehr schlechter/schlechter. 24% der Partner hielten
ihre Stimmung für neutral.

"Trotz dieser teils überraschend positiven Einschätzung hat die Pandemie ohne
Zweifel ihre Spuren hinterlassen und wird es auch weiterhin tun. Dass die Zahlen
aber für eine recht stabile Stimmungslage in den Systemen sprechen, zeugt von
einer ausgeprägten Resilienz, also der Stärke, negativen Einflüssen zu trotzen,
Lösungen zu finden und gestärkt aus der Krise hervorzugehen", deutet Torben Leif
Brodersen die Umfrageergebnisse. "Diese Haltung sehen wir bei einem Großteil von
Franchiseunternehmern - auf Nehmer- wie Geberseite. Dass dies nicht nur im
persönlichen Kontakt mit unseren Mitgliedern, sondern auch über die Statistik in
Zahlen abgebildet wird, bestätigt das stabile Abwehrsystem unseres
Wirtschaftszweiges", so Brodersen.

Krisentauglichkeit attestiert: Auf die Frage nach der Krisensicherheit des
Franchiseprinzips gaben 96% der Befragten an, Franchising als besonders
krisensicheres Geschäftsmodell einzuschätzen. Das sind 9 Prozentpunkte mehr als
im vergangenen Sommer. "Einmal mehr zeigt sich, dass sich der System- und
Netzwerkgedanke auch in wirtschaftlich turbulenten Zeiten bewährt hat und
Verlass ist auf diese Form der Solidargemeinschaft. Das macht das bewährte
Konzept Franchising zu einer verlässlichen Zukunftsstrategie für die
Post-Corona-Zeit," schließt Brodersen.

Pressekontakt:

Deutscher Franchiseverband e.V.
Leitung Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Antje Katrin Piel
Luisenstr. 41
10117 Berlin
T +49 (0)30 278 902-12
mailto:piel@franchiseverband.com

Weiteres Material: http://presseportal.de/pm/19838/4820224
OTS: Deutscher Franchiseverband e.V.


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