Aktien Europa: Ifo drückt die Märkte moderat ins Minus
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Aktien Europa Ifo drückt die Märkte moderat ins Minus

Nachrichtenagentur: dpa-AFX
25.01.2021, 12:19  |  521   |   |   

PARIS/LONDON (dpa-AFX) - Die Ängste um die Folgen des Coronavirus haben am Montag weiter das Interesse an Aktien gedämpft. Der EuroStoxx 50 war zwar robust in den Handel gestartet, dann aber hinterließ ein enttäuschendes deutsches Geschäftsklima seine Spuren. Die Hoffnung auf baldige Schritte des neuen US-Präsidenten Joe Biden oder der Wähungshüter von der Fed wurde so im Tagesverlauf verdrängt.

Als Leitindex der Eurozone stand der EuroStoxx gegen Mittag mit 0,13 Prozent auf 3597,55 Punkte im Minus - und knüpfte so an seine Schwäche vom vergangenen Freitag an. Auf Länderebene ging es teils sogar noch etwas stärker bergab. Der französische Cac 40 sank um 0,37 Prozent auf 5538,99 Punkte, während der britische FTSE 100 0,32 Prozent auf 6673,39 Zähler verlor.

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Die Unternehmensstimmung in Deutschland hatte sich zu Beginn des Jahres vor dem Hintergrund der verlängerten Corona-Beschränkungen überraschend deutlich eingetrübt. Die Landesbank Baden-Württemberg stellte daher die Frage nach einem "Knockdown nach dem Lockdown". Das Bild einer Konjunkturerholung erhalte gewisse Kratzer. Bedenklich sei eine rückläufige Erwartungskomponente.

Wie so oft war unter diesen Voraussetzungen am Montag wieder eine klare Tendenz der Anleger erkennbar: Raus aus Branchen wie etwa der Luft- und Raumfahrt, die besonders stark unter der Viruskrise leiden, und rein in die Technologiewerte, die wegen der vorangetriebenen Digitalisierung als Gewinner der Krise gelten. Einem Minus von 1,2 Prozent beim Sektorindex Reise und Freizeit stand ein Anstieg um gut ein Prozent in der Tech-Branche gegenüber.

Unter den Reisewerten kamen vor allem die Papiere von Fluggesellschaften etwas unter die Räder. Weltweite Reisebeschränkungen wegen Lockdowns zur Eindämmung der Pandemie haben ihnen zu Wochenbeginn wieder erheblich zugesetzt, allen voran rutschten die Papiere der IAG in London um 7,6 Prozent ab. Die Muttergesellschaft von British Airways gilt als stark auf der Transatlantik-Route und dürfte so darunter leiden, dass US-Präsident Biden den Einreisestopp für Ausländer aus Europa erneuern will.

Im Zuge der allgemein düsteren Stimmung ging es auch für Papiere von Air France-KLM sowie der Billigflieger Easyjet und Ryanair zwischen 3,3 und 5,5 Prozent bergab. Ebenfalls erwischte es Aktien aus der Flugzeugindustrie mit einem Abschlag von 2,3 Prozent bei Airbus . Bei dem Flugzeugbauer kommt ein Corona-Ausbruch im Hamburger Werk hinzu. Dort wurde für rund 500 Mitarbeiter eine Quarantäne angeordnet.

Technologie dient den Anleger vor diesen Hintergründen als Rückzugsort. Für die Papiere des Chip-Brachenausrüsters ASML ging es im EuroStoxx um 1,1 Prozent nach oben und Prosus setzten sich dort mit einem Kurssprung um 5,6 Prozent an die Spitze. Die Papier der Beteiligungsgesellschaft profitierten so von einer anhaltenden Rally bei der Kernbeteiligung, dem Internet-Riesen Tencent. Dessen Papiere waren in Hongkong um fast elf Prozent nach oben geschnellt.

Ein großer Gewinner im EuroStoxx waren sonst noch die 2,8 Prozent höheren Aktien von Philips wegen eines erfreulichen Schlussquartals. Angetrieben vom Kerngeschäft mit Gesundheitstechnik sei das vierte Quartal besser als erwartet ausgefallen, kommentierte Analystin Veronika Dubajova von der US-Investmentbank Goldman Sachs.

In London fielen die Aktien von Asos mit einem Anstieg um 5,8 Prozent sehr positiv auf. Online-Händler wie der Zalando -Konkurrent gehörten am Montag auch wieder zum Favoritenkreis der Anleger in Zeiten der Lockdowns. Gut an kam auch die Tatsache, dass sich der Modehändler für Teile des insolventen Einzelhändlers Arcadia interessiert.

Positive Nachrichten gab es ansonsten noch von Siemens Gamesa , wie ein Anstieg um 3,2 Prozent bei den Aktien des Herstellers von Windkraftanlagen zeigt. JPMorgan-Analyst Akash Gupta sprach in einer am Montag vorliegenden Studie von den ersten positiven Zahlenmitteilung seit der Fusion von Gamesa mit der Windenergie von Siemens./tih/stk


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