ROUNDUP Gipfel für mehr Impfungen - Dritter Impfstoff wohl nur für Jüngere

Nachrichtenagentur: dpa-AFX
28.01.2021, 16:27  |  121   |   |   

BERLIN (dpa-AFX) - Die Bundesregierung will mit einem Impfgipfel von Bund und Ländern auf die wachsende Kritik an der Impfkampagne zur Eindämmung der Corona-Pandemie reagieren. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) dämpfte aber bereits Hoffnungen auf eine rasche Bereitstellung zusätzlicher Impfdosen. "Auch ein Impfgipfel wird es nicht schaffen, dass etwas so Komplexes wie Impfstoffproduktion auf einmal in zwei Wochen zu hunderten oder zig Millionen stattfindet", sagte er am Donnerstag in Berlin. Vor der erwarteten Zulassung des Impfstoffs des britisch-schwedischen Herstellers Astrazeneca in der EU an diesem Freitag teilte die Ständige Impfkommission mit, dass das Präparat voraussichtlich nur für 18- bis 64-Jährige empfohlen wird.

Der Gipfel - eine Ministerpräsidentenkonferenz von Bund und Ländern - zielt laut Spahn darauf ab, sich abzustimmen, wie er auf Twitter deutlich machte. Dennoch gebe es bei der Knappheit des Impfstoffs noch "mindestens zehn harte Wochen". Wenn die Infektionszahlen sinken, könne es in der Zeit allerdings möglicherweise bereits Lockerungen der Corona-Beschränkungen geben.

IMPFGIPFEL: Auf einen Impfgipfel gedrängt hatte die SPD - um "zeitnah genügend Impfstoffe für alle Impfwilligen" bereitzustellen, wie es Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) gefordert hatte. Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) sagte der Deutschen Presse-Agentur: "Ziel dieser Runde muss es sein, eine gemeinsame nationale Anstrengung auf den Weg zu bringen, die Produktion und Verteilung von Impfstoff in Deutschland zu beschleunigen." SPD-Generalsekretär Lars Klingbeil hatte Spahn vorgeworfen, durch Impfversprechen mit nur kurzer Bestandsdauer Vertrauen zu verspielen.

Spahn erwiderte: "Vertrauen in dieser Krise erhalten wir nur, wenn Bund und Länder an einem Strang ziehen." Auf dem Impfgipfel von Bund und Ländern werde über die Lage, die Ziele und das weitere Vorgehen gesprochen. Die Impfstoffhersteller sollten dazu zu einem Expertengespräch eingeladen werden. "Eine Impfstoff-Produktion lässt sich nicht in vier Wochen mal eben aufbauen", so Spahn. "Wenn das in wenigen Monaten gelingt, ist das schon sehr schnell." Konkret erhofft sich Spahn nach eigenen Worten für den geplanten Gipfel eine Übersicht darüber, "welche Kooperationen der Industrie untereinander es bereits gibt - und wo wir noch unterstützen können".


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