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DAX-Wochenplan: Ausgeweitete Konsolidierung im DAX dauert länger

DAX-Wochenplan Ausgeweitete Konsolidierung im DAX dauert länger

Die ausgeweitete Konsolidierung im DAX hatten wir schon in der Vorwoche besprochen, sie dauert nun länger an und baut die Gefahr ein, auch zur runden 13.000 zu laufen. Welche Marken stehen im Fokus der neuen Woche?

Der Monatswechsel im DAX findet nun an einer wichtigen Unterstützung statt. Im Januar dominierten die Widerstände auf der Oberseite.

Zum Wochenstart gab es noch die Hoffnung, schnell wieder über die 14.000er-Marke zu gelangen und damit die Konsolidierung im DAX klein ausfallen zu lassen. Auch am Dienstag stand der DAX nur wenige Punkte vor der psychologisch runden Marke. Doch bereits zur Wochenmitte zeigte sich eine tiefere Schwächephase, die vor dem Hintergrund der US-Notenbanksitzung an Dynamik zunahm.

Wir brachen kurzzeitig unter 13.500 Punkte und verstärkten damit den Druck auf die Aktienkurse. Hierbei halfen auch die Rekord-Quartalszahlen nicht, die wir von Apple, Facebook oder Tesla sahen. Die Tendenz, zum Ende des Monats ein paar Gewinne aus dem ansonsten sehr starken Börsenverlauf der letzten Monate mitzunehmen, setzte sich durch.

In dieser Ausdehnung markierte der DAX mit 13.310 Punkten genau 820 unter seinem Rekordhoch sein Wochentief. Nur etwa 120 Punkte darüber oder recht genau 700 Punkte unter dem DAX-Rekordhoch vom Monatsstart schloss der XETRA-Markt am Freitag.

Im gesamten Handelsverlauf war die Volatilität sehr hoch und erinnerte mit fast 400 Punkten täglicher Bandbreite an den September 2020. Übrigens auch vom Kursniveau, auf dem wir nun wieder im Big Picture angelangt sind:

 

 

Die einzelnen Handelstage sind entsprechend mit Detailinformationen nachfolgend dargestellt:

 

 

Im Wochenverlauf sieht man deutlich die abnehmende Tendenz der Erholungsversuche:

 

 

Das erwähnte Big Picture zeigt damit nicht nur eine Rückkehr zu den Kursbereichen aus September und Oktober, sondern auch ein Scheitern über dem Ausbruchsniveau vom vergangenen Februar. Dieses Rekordhoch hielt sich immerhin mehrere Monate über die ganze erste Corona-Zeit hinweg:

 

 

Marktteilnehmer müssen nun entscheiden, ob diese Widerstandszone einen mittelfristigen Charakter hat und wir ggf. auch unter die runde 13.000 im DAX fallen oder ob nur ein weiterer Anlauf notwendig wird.

An welchen Marken leite ich diese Entscheidung ab?

 

Im Chartbild der letzten Wochen lässt sich neben dem zweiten, etwas steileren Abwärtstrend, ebenso eine Trendlinie auf der Unterseite einzeichnen. Sie verbindet die Tiefs der letzten beiden Handelstage:

 

 

Geht man davon aus, dass diese Tiefs halten, dann bietet sich ein Long-Trigger beim Bruch der steilen Abwärtstrendlinie an. Potenzial ist dann bis zu den Bewegungshochs vom Donnerstag, also 13.700 Punkte:

 

 

Dort sollte dann erst einmal wieder "Ruhe" einkehren und der Markt sich auf das größere, zum Start der Analyse skizzierten Dreieck, besinnen.

Um einen konkreten Trade abzuleiten, zoome ich das Chartbild weiter auf. An der Sichtweise ändert dies nichts, aber Sie werden klarere optische Muster erkennen können. Hierbei könnte ein noch steilerer Abwärtstrend angelegt werden, doch dies lasse ich aus Gründen der Übersichtlichkeit weg:

 

 

Bei einem Bruch der grünen Aufwärtstrendlinie gehe ich vom Test der Wochentiefs um 13.310 Punkte aus. Der Bereich ist mittelfristig bis 13.280 Punkte noch aus dem September heraus bekannt und könnte erst einmal wieder Halt bieten.

Ob man diese Variante am Montag gleich in Betracht ziehen sollte, gleiche ich mit den ersten vorbörslichen Kursen wieder vor dem Börsenstart XETRA für Sie ab.

 

Gerne sende ich diese Chart-Updates per E-Mail zu. Melden Sie sich hier an.

 

Welche Termine muss man in der neuen Woche beachten?

Der Montag startet 8.00 Uhr mit Einzelhandelsdaten aus Deutschland und der EU-Arbeitslosenquote 11.00 Uhr. Am Nachmittag wird 15.45 Uhr der US-Markit PMI Herstellung und 16.00 Uhr der ISM-Index für die Produktion und das verarbeitende Gewerbe veröffentlicht.

Am Dienstag steht das BIP der EU um 11.00 Uhr im Fokus. Nach den äquivalenten Daten aus den USA und Deutschland vor wenigen Tagen wird es spannend, wie sich die gesamte EU in 2020 behauptet hat.

Für Mittwoch ist der Markit PMI Gesamtindex für Deutschland und die USA verfügbar. Zudem gibt es 11.00 Uhr die EU-Verbraucherpreise und 14.15 Uhr mit den ADP-Beschäftigungsdaten einen weiteren Blick auf den US-Arbeitsmarkt.

Der Donnerstag hält 11.00 Uhr die EU-Einzelhandelsumsätze und 14.30 Uhr wieder die US-Erstanträge auf Arbeitslosenunterstützung neben den US-Lohnstückkosten parat.

Die offizielle Arbeitsmarktstatistik aus den USA folgt am Freitag. 14.30 Uhr erfahren wir zudem, wie sich Erwerbsbeteiligungsquote und die Handelsbilanz der USA verändert haben.

Alle genannten Termine finden Sie mit Uhrzeit und Prognosen in folgender Tabelle vor:

 

 

Damit wünsche ich uns für den Handel in der neuen Woche viel Erfolg. Ihr Andreas Bernstein (Bernecker1977) - gerne auch kostenfrei jeden Sonntag auf wallstreet-online zu abonnieren: Autor abonnieren 0

 

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31.01.2021, 13:26  |  8250   |   |   

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