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K+S liefert vorerst nicht mehr nach Indien wegen zu niedriger Preise

Nachrichtenagentur: dpa-AFX
01.02.2021, 14:26  |  456   |   |   

KASSEL (dpa-AFX) - Der Düngerkonzern K+S will angesichts eines Kalivertrages zwischen Belarus und Indien vorerst auf Lieferungen nach Indien verzichten. Der vereinbarte Preis für Kalilieferungen liege deutlich unter dem internationalen Niveau und reflektiere die steigende Nachfrage im positiven Agrarmarktumfeld nicht, teilte der MDax -Konzern am Montag mit. Bei der anstehenden Frühjahrssaison sei weltweit eine sehr gute Nachfrage in allen bedeutenden Absatzregionen zu beobachten. Vor diesem Hintergrund werde zu den genannten Konditionen bis auf Weiteres auf Lieferungen nach Indien verzichtet.

Den Angaben zufolge hatten sich der belarussische Kaliproduzent Belarusian Potash Corporation und die Indian Potash auf einen Vertrag mit einem Jahresvolumen von 800 000 Tonnen zu einem Preis von 247 US-Dollar je Tonne geeinigt. Das hatte am Sonntag auch schon der kanadische K+S-Konkurrent Nutrien als deutlich unter dem aktuellen Exportpreisniveau liegend kritisiert. Der auf Regierungsebene ausgehandelte Vertrag spiegele kaum wirtschaftliche Interessen wider.

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Marktbeobachter gehen davon aus, dass das wirtschaftlich angeschlagene Belarus auch wegen des Bedarfs an Devisen einem Vertrag auf dem Preisniveau zugestimmt hat. Indien ist derweil ein ohnehin nicht ganz so bedeutender Markt für K+S. Allerdings gelten Preise, die die großen Kaliverbraucher Indien und China mit den Produzenten aushandeln, als Leitlinien für die gesamte Branche.

Analyst Jonas Oxgaard von Bernstein Research wies erst Ende Januar in einer Studie auf die Erholung der Kalipreise in den vergangenen Monaten hin, die sich auch im neuen Jahr fortsetzen sollte. Der Experte hält dabei mehr als 300 US-Dollar je Tonne für möglich. Allerdings betonte er auch, dass langfristig auch die Preisdisziplin der Produzenten wichtig sei.

Die Aktien von K+S hatten am Montag zunächst deutlich unter der Sorge vor Preisdruck im Kalimarkt gelitten und waren im Tief um dreieinhalb Prozent abgerutscht. Sie fingen sich dann aber und notierten zuletzt noch 0,64 Prozent im Minus bei 9,27 Euro. Gerade zum Jahresstart hatten die Papiere von deutlich aufgehellten Perspektiven für die Agrarmärkte profitiert. Trotz des jüngsten Rückschlags liegen die 2021 immer noch fast ein Fünftel vorne./mis/ngu/jha/


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2 Kommentare

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Kommentare

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17.02.21 22:12:31
LoL. Was heißt "unter internationalem Niveau" in einer Art Oligopol?
Indien und China werden mit zwei der größten Märkte sein. Dann hat sich das internationale Preisniveau dadurch eben geändert.

Wäre ja nicht sonderlich realitätsfern, dass Preisniveaus auch durch Produktionskosten zustande kommen bzw. begrenzt sind. Möglicherweise gibt es in Weissrussland nicht so viele und stetig steigende Abgaben für "Gott und die Welt" wie in der BRD und man kann einfach günstiger anbieten als es K+S gerne hätten.
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11.02.21 13:30:17
Laut Meldung in Belarus hat man den gleichen Preis für China für 2021 vereinbart.

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