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Gazprom & Nord Stream 2: Endlich!

Nachrichtenquelle: The Motley Fool
03.02.2021, 09:01  |  1394   |   |   

Bei Gazprom (WKN: 903276) und Nord Stream 2 gibt es inzwischen mehr als bloß eine Baustelle. Insbesondere die US-Sanktionen sind dabei ein Schuh, der drückt. Allerdings wird auch der innerpolitische Widerstand größer. Zuletzt hat auch Frankreich offen gefordert, dass der Bau gestoppt werden soll.

Wenn wir allerdings beim Wesentlichen bleiben, so dürften die US-Sanktionen mittel- bis langfristig entscheidend sein, ob Nord Stream 2 Realität wird. Oder ob womöglich weitere Beteiligte die Reißleine ziehen und insbesondere der Betrieb nicht möglich ist.

Wie wir mit Blick auf die aktuellen Nachrichten jedoch feststellen können, gibt es Aussicht auf Besserung. Hier ist, was Foolishe Investoren jetzt zwingend wissen sollten.

Nord Stream 2: Signal aus den USA!

Wie unter anderem das Handelsblatt berichtet, scheint es Entspannung vonseiten der USA zu geben. Zumindest ein erstes Signal, dass eine diplomatische Lösung gefunden werden kann. Ein erster Annäherungsversuch? Ja, möglicherweise schon.

Demnach hätten sich die USA zu Gesprächen bereit erklärt, die eine Konsensfindung beim Thema Nord Stream 2 eröffnen sollen. Das impliziert auch, dass die zuletzt verschärften Sanktionen möglicherweise alsbald vom Tisch sein könnten. Das wäre garantiert ein Paukenschlag, der das Projekt Nord Stream 2 weit voranbringen würde.

Allerdings gibt es auch Einschränkungen beziehungsweise Forderungen. Vonseiten der USA heißt es, dass Deutschland eine Paketlösung auf den Tisch legen müsse. Das dürfte insbesondere auch Erdgasabnahmen aus den USA beinhalten. Sonst könne es kaum gelingen, das Thema Nord Stream 2 aus dem Weg zu räumen.

Damit zeigen die USA, in welche Richtung es unter einem Präsidenten Joe Biden wohl gehen wird. Und, mit Verlaub, auch, dass die USA offenkundig nicht an der Energiesicherheit Europas interessiert sind. Ein solcher Deal, der plötzlich doch Nord Stream 2 gutheißt und mit einem Kompromiss endet, dürfte dazu führen, dass sich die USA auf Kosten dieses Projekts einfach in eine bessere Ausgangslage manövriert haben.

Trotzdem: Es geht voran!

Trotzdem zeigt dieser neue Sachverhalt, dass es beim Thema Nord Stream 2 augenscheinlich vorangeht. Diplomatie scheint eine Lösung geworden zu sein, die es unter einem US-Präsidenten Donald Trump vermutlich nicht gegeben hätte. Joe Biden ist hier deutlich kompromiss- und dialogbereiter.

Das könnten insgesamt positive Neuigkeiten für die EU-Pipeline sein. Zumal die deutsche Politik ebenfalls erklärt hat, auf Diplomatie setzen zu wollen. Sowie auch auf Kompromisse, beispielsweise im Hinblick auf Investitionen in Importanlagen für das Fracking-Gas.

Eine Lösung scheint mit dieser neuen Wendung damit in Sicht. Jetzt muss sie eigentlich „nur noch“ ausgehandelt werden. Trotzdem: Damit kommt Nord Stream 2 der Fertigstellung vermutlich ein sehr großes Stückchen näher.

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