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Vor Gericht und auf hoher See ist man in Gottes Hand, an den Finanzmärkten jetzt auch?

Gastautor: Robert Halver
03.02.2021, 10:04  |  3682   |   |   

Vor Gericht und auf hoher See ist man in Gottes Hand, an den Finanzmärkten jetzt auch?

Es klingt zunächst ehrenhaft, wenn sich ein virtueller Flashmob von braven Kleinanleger machtvoll gegen skrupellose Hedgefonds wehrt. Im Sherwood Forest, in der Finanzwelt, soll doch Robin, das Gute, gegen den Sheriff von Nottingham, die Hochfinanz, gewinnen, oder? Bei näherer Betrachtung entwickelt sich die Sache aber weniger edelmütig, ja kann sogar fatale Folgen ausgerechnet für die Guten haben.

Der sozio-kulturelle Hintergrund

Nach der Finanzkrise 2008 entwickelte sich in Amerika die Bewegung „Occupy Wallstreet“. Sie kritisierte, dass die Finanzindustrie gerettet wurde, während Otto-Normale ihre Häuser und Arbeitsplätze verloren. Auch jetzt in der Corona-Pandemie, die massenhaft soziale Schieflagen produzierte, während die Börsen steigen, nahm die Kritik vor allem an den Hedgefonds als vermeintliche Fahnenträger des ungerechten Kapitalismus erneut Fahrt auf. Sicher, während Banken durchreguliert wurden, haben Hedgefonds mit Shortselling, mit Leerverkäufen - also Aktien verkaufen, die man nicht besitzt bzw. sich nur leiht - immer noch gewaltigen Markteinfluss.  

Aber jetzt, angesichts der virtuellen Möglichkeiten scheint die Zeit der Rache für die kleinen Leute gekommen zu sein. Auf kostenlosen Trading-Apps trommeln „demokratische“ Online-Broker“ zum Sturm auf die Hedgefonds-Bastille, die man tunlichst schleifen solle. Hilfreich dabei sind ebenso die für US-Verhältnisse großzügigen Sozial-Schecks. Selbst diese werden teilweise in jene Aktien angelegt, die von Shortsellern bedroht sind.

Schwarm der Kleinaktionäre macht mobil gegen kapitalistische Heuschrecken

Mit Musketier-ähnlicher Geschlossenheit und virtuell kollektivem Kauf von Aktien haben viele Kleinanleger endlich die Macht, erfolgreich gegen multi-milliardenschwere Hedgefonds vorzugehen. Je mehr eine Aktie kostet, desto größer wird der Verlust der auf fallende Kurse spekulierenden Heuschrecken. Mittlerweile musste bereits ein Hedgefonds gerettet werden. Die volkskapitalistische (Börsen-)Revolution von ganz unten gegen ganz oben scheint zu funktionieren. Karl Marx hätte seine Freude gehabt.

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