checkAd

USA: Starke Wirtschaft, schwacher Arbeitsmarkt - Seite 2

Gastautor: Sven Weisenhaus
06.02.2021, 07:33  |  1940   |   |   

Auch bei der Umfrage IHS/Markit haben sich die Manager jüngst äußerst optimistisch geäußert. Dadurch stieg der Index für den Service-Bereich hier von 54,8 im Dezember auch nun 58,3 Punkte. Und der Gesamt-Einkaufsmanagerindex, der Industrie und Dienstleistung zusammenfasst, legte dadurch von 55,3 auf 58,7 Zähler zu. Er erreichte damit höchsten Wert seit März 2015.

IHS Markit Gesamt-Einkaufsmanagerindex USA

Handeln Sie Ihre Einschätzung zu DAX Performance!
Short
Basispreis 16.273,36€
Hebel 14,99
Ask 10,14
Long
Basispreis 14.275,00€
Hebel 14,98
Ask 10,49

Den Basisprospekt sowie die Endgültigen Bedingungen und die Basisinformationsblätter erhalten Sie bei Klick auf das Disclaimer Dokument. Beachten Sie auch die weiteren Hinweise zu dieser Werbung.

Es gibt allerdings durchaus Erklärungen für das Ganze. Eine hatte ich oben bereits genannt:

Geben sich die Arbeitslosen mit den staatlichen Hilfen zufrieden?

Womöglich begeben sich diverse Arbeitslose derzeit nicht auf Jobsuche. Und das müssen sie zum Teil auch gar nicht. Denn die US-Regierung wirft schließlich aktuell mit Geld nur so um sich (siehe auch „1,9 Billionen Dollar: Viel Geld für wenig Wachstum!“). Und dabei gibt es für Arbeitslose derzeit erhöhte Hilfen, die sogar noch einmal von 300 auf 400 Dollar pro Woche angehoben und bis September verlängert werden sollen. Es besteht daher das Risiko, dass Leute, die von den Leistungen der spendablen Regierung profitieren, damit zufrieden sind und zurzeit keinen neuen Job suchen. Das könnte den Rückgang der Arbeitslosenquote erklären.

Zudem gilt der Arbeitsmarkt als ein nachlaufender Indikator. Wenn die Unternehmen also optimistisch bleiben und die Kunden die hohen Erwartungen der Unternehmen durch einen zunehmenden Konsum erfüllen, dann dürfte letztlich auch wieder mehr Personal eingestellt und somit mehr neue Stellen geschaffen werden.

Hier sollte man nun zunächst abzuwarten, ob sich diese Theorien bestätigen und der Arbeitsmarkt zukünftig den positiven Einkaufsmanagerdaten folgt. Solange sollte man die aktuellen Daten mit Vorsicht genießen, bis sie wieder besser zusammenpassen.

Positive Zahlen aus den USA treiben den Aktienmarkt auf neue Rekorde…

Jedenfalls scheint sich, abgesehen vom mickrigen Stellenaufbau, die US-Wirtschaft wesentlich besser zu entwickeln als hierzulande (siehe auch Börse-Intern vom 3. Februar und 22. Januar). Und so ist es durchaus verständlich, dass die Aktienindizes in den USA gerade frische Rekorde erreicht haben. Aber ich gebe erneut zu bedenken, dass sich die Kurse bereits wesentlich besser entwickelt haben als die Gewinnentwicklung bzw. die Gewinnerwartungen. Die US-Indizes begeben sich mit ihren neuen Rekorden also auf immer dünneres Eis.

Seite 2 von 3
DAX jetzt über den Testsieger (Finanztest 11/2020) handeln, ab 0 € auf Smartbroker.de



Diesen Artikel teilen


ANZEIGE

Broker-Tipp*

Über Smartbroker, ein Partnerunternehmen der wallstreet:online AG, können Anleger ab null Euro pro Order Wertpapiere erwerben: Aktien, Anleihen, 18.000 Fonds ohne Ausgabeaufschlag, ETFs, Zertifikate und Optionsscheine. Beim Smartbroker fallen keine Depotgebühren an. Der Anmeldeprozess für ein Smartbroker-Depot dauert nur fünf Minuten.

Lesen Sie das Buch von Sven Weisenhaus*:

* Wir möchten unsere Leser ehrlich informieren und aufklären sowie zu mehr finanzieller Freiheit beitragen: Wenn Sie über unseren Smartbroker handeln oder auf einen Werbe-Link klicken, wird uns das vergütet.


ANZEIGE

Wertpapier



0 Kommentare

Schreibe Deinen Kommentar

Bitte melden Sie sich an, um zu kommentieren. Anmelden | Registrieren

 

Disclaimer

USA: Starke Wirtschaft, schwacher Arbeitsmarkt - Seite 2 Die aktuellen Konjunkturdaten aus den USA scheinen irgendwie nicht zusammenzupassen.

Community

Nachrichten des Autors