Siemens Elektromotoren mit massiven Verlusten – doch dieses Investment lohnt sich 3-fach

Nachrichtenquelle: The Motley Fool
06.02.2021, 09:14  |  770   |   |   

Der Hype rund um die Elektromobilität ist riesig. Als Zulieferer von Elektromotoren für Autobauer sollte Siemens (WKN: 723610) eigentlich groß davon profitieren. Doch das entsprechende Joint Venture Valeo Siemens eAutomotive sorgt weiterhin für große Verluste.

Was auf den ersten Blick ernüchternd wirkt, treibt andererseits die Aussichten der Siemens-Aktie gleich auf mehreren Ebenen an.

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Ein holpriger Start als Elektromotoren-Lieferant

Valeo (WKN: 854052) hatte sich 2016 mit Siemens zusammengetan, um gemeinsam einen der am schnellsten wachsenden Spieler der gesamten Branche zu schaffen. Mit ihrer kombinierten Kompetenz und weltweiten Aufstellung waren sie aussichtsreich positioniert.

Entsprechend konnten sie schon bald darauf melden, dass das Auftragsbuch auf über 10 Mrd. Euro angeschwollen sei. Das machte den Eindruck, als ob hier eine gewaltige Erfolgsgeschichte entstehe, die Hunderte Millionen an Gewinnen für die beiden Partner abwirft.

Zunächst kam es jedoch anders. Statt Profite meldete das Management geradezu horrende Verluste. Schon 2017 hieß es, dass Siemens den Ausstieg prüfe, um Valeo das Geschäft allein entwickeln zu lassen. Für Ende dieses Jahres haben die Franzosen auch eine Kaufoption.

Bis dahin laufen die Verluste wohl noch weiter. „Innerhalb der Portfoliogesellschaften konnten die vollkonsolidierten Unternehmen ihre operative Leistung weiter verbessern und die anhaltenden Verluste des Joint Ventures Valeo-Siemens weitgehend kompensieren“, berichtete Finanzchef Ralf Thomas auf der Analystenkonferenz zum abgelaufenen ersten Quartal.

Völlig überraschen kann das jedoch kaum. Meine Vermutung war von Anfang an, dass für Siemens bei diesem Joint Venture das schnelle Wachstum wichtiger ist als Gewinne aus dem Geschäft.

Wie Siemens dennoch profitiert

Valeo Siemens eAutomotive wird noch groß herauskommen

Hohe Investitionen in Produktionskapazitäten, der eine oder andere Managementfehler und hastig hereingenommene Aufträge mögen einige Zeit auf dem Ergebnis lasten. Auf Sicht von einigen Jahren könnte sich jedoch noch immer ein Werttreiber daraus entwickeln.

Am Investor Day 2019 rief das Valeo-Management folgende Ziele für das Geschäft mit Hochvolt-Elektromotoren aus:
– Umsatz von 1,4 Milliarden Euro im Jahr 2022 und von mehr als 2 Milliarden Euro im Jahr 2024;
– eine operative Marge von 8 % (auf EBITDA-Basis) im Jahr 2022 und von mehr als 12 % im Jahr 2024; und
– nach einem ausgeglichenen Jahr 2022 werden in den Folgejahren Überschüsse erwartet, sodass die Tochter ihr Wachstum selbst tragen kann.

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