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Marktkommentar: Dr. Andreas Sauer (ansa capital management): global Q opportunities - Januar 2021
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Marktkommentar Dr. Andreas Sauer (ansa capital management): global Q opportunities - Januar 2021

Gastautor: Asset Standard
08.02.2021, 14:05  |  201   |   |   

Die Unsicherheit an den Märkten nahm im Januar wieder deutlich zu.

03.02.2021

Strategie

Realwirtschaftliche Situation:

Das US-Wachstum betrug im 4. Quartal annualisierte 4,0% und lag damit wieder in der Nähe des langfristigen Durchschnitts. Das Wachstum dürfte sich allerdings ausschließlich auf den Quartalsbeginn konzentriert haben. Monatlich veröffentlichte Umfrageindikatoren deuten auf eine Kontraktion zum Jahreswechsel hin. Interessant ist die divergente Entwicklung bei den Sektoren. Die Käufe langlebiger Konsumgüter stiegen in Q4 gegenüber dem Vorjahr um 12%, während die Dienstleistungsnachfrage um insgesamt -7,0% einbrach. Bei den Unternehmensinvestitionen fielen Ausgaben für Fabriken und Bürogebäude um -14,0%, während Ausgaben für Software um 5,0% und Hardware sogar um 18,0% anstiegen. Gemessen an den ansa Composite Economic Indizes zur Messung langfristigen Wachstums befinden sich alle Industrieländer jeweils unterhalb der Expansionsschwelle von 50 bei positivem mittelfristigen Trend („Frühling“). Bei den Schwellenmärkten überzeugten vor allem die asiatischen Länder mit positiven Wachstumsraten für das Gesamtjahr 2020. China beendet das Jahr mit 2,3%, Taiwan expandierte um 1,9%, Vietnam um 2,9%. Basierend auf unseren Indizes leiten wir für die Region als Ganzes den realwirtschaftlichen „Sommer“ ab.

Monetäre Situation:

Die Federal Reserve behielt ihre lockere Geldpolitik angesichts nachlassender Wirtschaftsaktivität bei. Die gemeinsamen Erfahrungen und wirtschaftlichen Ansichten der vom Senat bestätigten US-Finanzministerin Janet Yellen und Jerome Powell bilden die Grundlage für die engste Zusammenarbeit zwischen dem Finanzministerium und der Federal Reserve seit der Finanzkrise. Der aktuelle Plan von US-Präsident Biden sieht Arbeitslosenunterstützung des Bundes bis September in Höhe von 400 USD pro Woche vor. Kontrovers diskutiert wird sein Versprechen, die Länge und das Ausmaß der Hilfen „automatisch“ an die gesundheitlichen und wirtschaftlichen Bedingungen des Landes anzupassen. In Deutschland führte die Wiederanhebung der Mehrwertsteuer zu höherer Inflation. Versorgungsengpässe wegen Stellenabbaus und Problemen mit Lieferketten könnten diesen Trend beschleunigen. Mit unseren monetären Indizes bestätigten wir trotz allem weiterhin ein Umfeld niedriger Inflationsrisiken in den Industrienationen. Die Schwellenmärkte verbleiben in einem neutralen Regime.

Marktentwicklungen

Die Unsicherheit an den Märkten nahm im Januar wieder deutlich zu. Die Sorge vor einer etwa durch verschärfte Beschränkungen ausgelösten Folgerezession stieg, da Engpässe beim Impfstoff sowie Virusmutationen die Normalisierung zu verzögern drohen. Zum Monatsende kam es ausgelöst durch einen koordinierten Ansturm von Privatanlegern auf Aktien einzelner Unternehmen zu steigender Volatilität an den Börsen. S&P 500 Futures gaben ihre Gewinne vollständig ab und beendeten den Monat mit -1,2%. EUROSTOXX 50 Futures markierten mit -2,0% das Schlusslicht im regionalen Vergleich. Terminkontrakte auf den MSCI Emerging Markets Index verteuerten sich angesichts positiver Wirtschaftsdaten um fast 3,0%.
 
Zum Jahresauftakt kam es bei den Anleihen staatlicher Emittenten zum Anstieg der Renditen und damit einhergehenden Kursverlusten. Die demokratische Mehrheit im Senat schürte Erwartungen bezüglich rascher fiskalischer Maßnahmen. Die zehnjährige US-Treasury-Rendite stieg infolge dessen erstmals seit März 2020 wieder auf über 1,0%. Futures auf richtungsweisende Zehnjahrespapiere beendeten den Monat mit -0,8%. In Europa offenbarte der Sturz der italienischen Regierung, die nur 17 Monate im Amt war, anhaltende Risse in der Politik. Futures auf zehnjährige Bundesanleihen begrenzten ihre Verluste bei -0,2% auf Monatssicht.
 
Energierohstoffe verteuerten sich um 8,5% in USD. Kurse der liquidesten Silber-Futures stiegen auf den höchsten Stand seit Februar 2013, angetrieben durch spekulative Wetten von Kleinanlegern.


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