Linke Menschenverachtung Gewaltfantasien eines Juso-Funktionärs sind keine Ausnahme

Gastautor: Rainer Zitelmann
08.02.2021, 07:44  |  4311   |   |   

Ein Juso-Funktionär twitterte Gewaltfantasien gegen Jeff Bezos, Vermieter und Andersdenkende. Leider keine Ausnahme, wie Rainer Zitelmann hier zeigt.

Man stelle sich vor, ein Funktionär der FDP-Jugendorganisation Junge Liberale oder der CDU-Jugendorganisation Junge Union twittert: „Sollte Robert Habeck eines Tages unerwartet den Folgen einer Sprengstoffverletzung erliegen, käme ich nicht umhin, eine klammheimliche Freude zu verspüren.“ Oder er würde twittern: „Asylbewerber persönlich zu ershooten“.

Reaktion: Die meisten Medien berichten gar nicht. Aus der Führungsspitze der Jungen Liberalen, der FDP, der Jungen Union und der CDU reagiert niemand. Der Chefredakteur einer großen Tageszeitung twittert: „Mein Kommentar dazu war schon fertig. Den habe ich rausgenommen, nachdem sich der Verfasser der Tweets entschuldigt. Jugend darf irren.“

Glücklicherweise kann man sich all das nicht vorstellen. Bei Aufrufen zu Gewalt, wenn sie ein rechtes Vorzeichen haben, funktionieren zum Glück die demokratischen Reflexe. Anders ist es, wenn die Verfasser von Gewaltfantasien politisch links stehen.

Ein Juso-Funktionär, Jura-Student (!) an der Berliner Humboldt-Universität und Stellvertretender Vorsitzender der SPD-Jugendorganisation im Berliner Bezirk Pankow twitterte: „Sollte Jeff Bezos eines Tages unerwartet den Folgen einer Sprengstoffverletzung erliegen, käme ich nicht umhin, eine klammheimliche Freude zu verspüren.“ Laut seinem Profil auf der Pankower Juso-Webseite „interessieren ihn u.a. die Themen sozialistische und feministische Theorie, Antifaschismus und Freiheitsrechte“. Auf Twitter bezeichnet er sich als „Mensch und Kommunist“, auf seinem Profilbild steht: „Deutschland muss sterben“ – ein Song der Hamburger Punkrock-Band Slime. Es blieb nicht bei den Gewaltfantasien gegen Jeff Bezos, sondern in kryptischen Tweets ging es auch darum ein „Vermieterschwein persönlich zu ershooten“ oder „Jungliberale ershooten wann?“

Einige Medien wie BILD, WELT, BZ oder Tagesspiegel berichteten, die meisten jedoch nicht. Im Fernsehen habe ich nichts dazu gesehen. Und WELT-Chef Ulf Poschardt, dessen Artikel ich sehr schätze, zeigte sich nachsichtig und twitterte, er sehe keinen Anlass, den Fall in der WELT zu kommentieren, nachdem sich der Juso-Funktionär entschuldigt habe: „Jugend darf irren“. Blamiert, so fügte er hinzu, hätten sich die SPD und insbesondere die Jusos im Umgang damit. Der Hass-Twitterer musste zurücktreten, kann aber wohl Mitglied der Jusos bleiben.

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Linke Menschenverachtung Gewaltfantasien eines Juso-Funktionärs sind keine Ausnahme Man stelle sich vor, ein Funktionär der FDP-Jugendorganisation Junge Liberale oder der CDU-Jugendorganisation Junge Union twittert: „Sollte Robert Habeck eines Tages unerwartet den Folgen einer Sprengstoffverletzung erliegen, käme ich nicht umhin, eine klammheimliche Freude zu verspüren.“



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