Was die Präsidentschaft Bidens für Schwellenländeranleihen bedeutet

Gastautor: Simon Weiler
08.02.2021, 01:55  |  121   |   |   

Die Finanzmärkte dürften über eine Volatilitätsquelle weniger wohl kaum verärgert sein. Auch in Bezug auf Schwellenländeranlagen (Anleihen und Aktien) dürfte sich das Umfeld durch den Machtwechsel insgesamt positiver gestalten. Dies ist auf die zu erwartenden Veränderungen bei den internationalen Beziehungen der USA sowie der Wirtschaftspolitik im Inland zurückzuführen.

Im Hinblick auf die internationalen Beziehungen spricht der Wahlsieg Bidens für eine Rückkehr zu einer US-Außenpolitik, die von weniger Unilateralismus und einem stärkeren Fokus auf traditionelle Bündnisse geprägt ist. Die Rückkehr zu „Normalität“ wird bei der Handelspolitik am stärksten zu spüren sein. Dabei sollte jedoch nicht angenommen werden, dass die Handelsspannungen zwischen den USA und China erheblich nachlassen oder sich gar ganz in Luft auflösen werden. Auch im Umfeld von Biden finden die nationalistischen Tendenzen Berücksichtigung und wurde Trumps Sichtweise von China als „strategischem Konkurrenten“ im Wesentlichen übernommen.

Dennoch dürfte sich der Umgangston auf internationaler Ebene zweifelsohne deutlich höflicher gestalten – eine Grundlage, auf der sich wesentlich besser aufbauen lässt. In der Praxis dürfte dies unseres Erachtens bedeuten, dass die neue Regierung unter Biden weniger oft auf Zölle setzen wird. Dies kommt exportlastigen Schwellenmärkten deutlich zugute, allen voran China und den angrenzenden Ländern, die stark in dessen Produktionsketten verflochten sind. Besonders wichtig ist dies auch für den globalen Informations-, Kommunikations- und Technologiesektor, der einen starken Bezug zu dieser Lieferkette aufweist.

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Disclaimer

Was die Präsidentschaft Bidens für Schwellenländeranleihen bedeutet Die Unberechenbarkeit während der Amtszeit Donald Trumps fand mit dem Sturm auf Capitol Hill durch seine Anhänger ein bezeichnendes Ende. Ein solches Ereignis oder politische Ankündigungen über Twitter (oftmals mitten in der Nacht) waren vor seiner Präsidentschaft kaum vorstellbar. Die offensichtlichste Veränderung nach der Amtsübernahme Bidens dürfte daher womöglich in einer Rückkehr zu einer konventionelleren und vorhersagbareren Politik bestehen.

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