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ROUNDUP 2 Bilfinger mit deutlichen Einbußen - Gewinn dank Verkaufsbonus

Nachrichtenagentur: dpa-AFX
11.02.2021, 13:18  |  171   |   |   

(Neu: Aussagen aus der Telefonkonferenz, Aktienkurs und Analyst)

MANNHEIM (dpa-AFX) - Die Corona-Pandemie und der Ölpreisverfall haben beim Industriedienstleister Bilfinger 2020 Spuren hinterlassen. Umsatz und operatives Ergebnis gingen deutlich zurück. Unter dem Strich stand nur wegen eines Sondererlöses ein Gewinn. "Das Jahr 2020 war in vieler Hinsicht ein außergewöhnliches Jahr", sagte Finanzchefin Christina Johansson am Donnerstag. Sie hat vorübergehend den Chefposten übernommen, nachdem der Brite Tom Blades den Konzern im Januar überraschend verlassen hattte.

"Momentan spüren wir keine negativen Effekte aus dem zweiten Lockdown", sagte Johansson. Es sei nicht einfach, zwölf Monate lang mit der Pandemie zu leben. Es gebe aber keine Anzeichen, dass der zweite Lockdown Bilfinger so stark treffen werde wie im zweiten Quartal 2020. Für das laufende Jahr peilt Bilfinger wieder deutliche Zuwächse bei Umsatz und operativen Gewinn an. Die Aktie legte im Nachmittagshandel um 2,21 Prozent auf 31,40 Euro zu.

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Im vergangenen Jahr ging der Umsatz im Jahresvergleich um ein Fünftel auf knapp 3,5 Milliarden Euro zurück, wie das SDax-Unternehmen mitteilte. Operativ lief es noch schlechter. Das bereinigte operative Ergebnis (Ebita) sackte um 81 Prozent auf 20 Millionen Euro ab. Die dazugehörige Marge betrug 0,6 Prozent nach 2,4 Prozent im Vorjahr.

Unter dem Strich wies Bilfinger dank eines Buchgewinns einen Überschuss von 99 Millionen Euro aus nach 24 Millionen ein Jahr zuvor. Das Geld stammt aus einer vereinbarten Erlösbeteiligung mit dem Investor EQT, der bereits 2016 die damalige Gebäudemanagement-Sparte von Bilfinger übernommen hatte und dann weiterverkaufte. Ohne Verkaufsbonus stand unter dem Strich ein Verlust von acht Millionen Euro.

Laut Analyst Gregor Kuglitsch von der Schweizer Großbank UBS lagen die meisten Kennziffern des Industriedienstleisters im Rahmen der Erwartungen, wobei die auf einem niedrigen Niveau liegende Profitabilität etwas besser als gedacht sei. Auch der Ausblick auf 2021 entspreche den Erwartungen.

Für 2021 rechnet Bilfinger mit einem deutlichen Umsatzwachstum. Das bereinigte Ebita soll sich erheblich verbessern und die dazugehörige Marge dabei wieder das Vorkrisenniveau des Geschäftsjahres 2019 von 2,4 Prozent erreichen. Dazu beitragen sollen auch geringere Kosten. Unter anderem hatte das Unternehmen 2020 rund 4400 Stellen abgebaut, der Großteil davon entfiel auf Nordamerika, Nordeuropa und Großbritannien. Derzeit würden sich noch rund 470 der knapp 29 000 Mitarbeiter in Kurzarbeit befinden, sagte Johansson. Zu Spitzenzeiten waren dies rund 3000 Mitarbeiter.


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