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Marktkommentar: Jeremy Gleeson (AXA IM): Gründe für Optimismus - Digitale Wirtschaft
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Marktkommentar Jeremy Gleeson (AXA IM): Gründe für Optimismus - Digitale Wirtschaft

Gastautor: Asset Standard
18.02.2021, 11:15  |  131   |   |   

Was in diesem Jahr optimistisch stimmen kann: Digitale Wirtschaft

11.02.2021 - Die wirtschaftlichen Folgen der Corona-Pandemie sind umfassend und werden auf absehbare Zeit zu thematisieren sein. AXA Investment Managers analysiert dazu in einer Serie, was in diesem Jahr optimistisch stimmen kann.

Gründe für Optimismus im Jahr 2021 - Digitale Wirtschaft

Jeremy Gleeson, Portfoliomanager Digital Economy bei AXA Investment Managers, beschäftigt sich mit allen Facetten der Digitalisierung und ist davon überzeugt, dass sie sich trotz der Herausforderungen durch die Folgen des Lockdowns beschleunigen wird. Er sieht fünf Gründe, warum die Digitalisierung in diesem Jahr für Unternehmen und Verbraucher zentral sein wird:

1. Der Onlinehandel gewinnt an Fahrt!

„2020 war ein Jahr mit zwei Welten. Während die Pandemie viele Unternehmen hart traf, waren andere außergewöhnlich erfolgreich. Im Einzelhandelssektor haben die meisten Ladengeschäfte sehr gelitten. Dem Wachstum des internationalen Onlinehandels gab COVID-19 dagegen enormen Auftrieb. Schätzungen zufolge wird sein Anteil am Einzelhandel weltweit von etwa 13 Prozent im Jahr 2019 auf etwa 20 Prozent bis 2024 steigen.[1] Aus unserer Sicht wird sich das Wachstum auch nach 2024 fortsetzen.“

2. Lang lebe Social Media!

„Viele Jahrzehnte war die TV-Werbung maßgeblich für die Interessen der Verbraucher. Aus unserer Sicht werden TV-Spots nicht völlig verschwinden, aber Markenhersteller und Einzelhändler wird bewusst, dass Werbung in den sozialen Netzwerken immer einflussreicher wird – und zum wichtigsten Kanal für die Interaktion mit neuen und bestehenden Kunden. Zudem ist die Generation Z, also alle zwischen 1997 und 2012 Geborenen, mit dem Internet aufgewachsen und fast immer online. Um Aufmerksamkeit zu gewinnen, nutzt man heute die sozialen Medien mit kürzeren und eindrucksvolleren Videoformaten.“

3. Bargeld lacht – aber wie lange noch?

„Weltweit wird immer noch sehr viel bar gezahlt, aber digitale Zahlungen sind auf dem Vormarsch. Der Trend geht hin zur bargeldlosen Gesellschaft. Die Zahlungen können über Chipkarten mit PINs, kontaktlose Karten oder sogar mobile Geldbörsen per Smartphone oder SmartWatch erfolgen. Ihre Verbreitung steht noch am Anfang, aber wir gehen davon aus, dass in Zukunft immer häufiger bargeldlos gezahlt wird, vor allem aber nicht nur von den jüngeren Generationen.“

4. Weniger Verkaufsfläche, mehr Logistik und Lagerräume

„Immer mehr Transaktionen erfolgen online, sodass traditionelle Bekleidungsketten viele ihrer Ladengeschäfte schließen und damit der Nachfrage nach Logistik- und Lagerflächen Auftrieb geben. Lieferungen am selben oder nächsten Tag sind kein Luxus mehr. Sie werden erwartet. Onlineriesen wie Amazon oder Alibaba[2] bieten diesen Service bereits selbst, während kleinere Wettbewerber gezwungen sind, mit Logistik- oder Lagerexperten zusammenzuarbeiten, um schnell liefern zu können.“

5. Dauerhafte neue Konsummuster und Technologien

„Aus unserer Sicht werden sich die Konsummuster dauerhaft verändern; viele, die 2020 erstmals im Internet eingekauft haben, werden dies weiterhin tun. Das gilt für Lebensmitteleinkäufe, aber auch für Unterhaltung wie Videos oder Spiele. Wir investieren auch in Unternehmen, die Technologien und Dienstleistungen bieten, die Unternehmen bei der Digitalisierung helfen (Kundenservice, Homeoffice, Speicherplatz in der Cloud, schnelles Streaming etc.). Wir sind der Ansicht, dass hier noch zahlreiche attraktive Geschäftschancen winken, weil Unternehmen ihre Mitarbeiter und Kunden auf andere Weise unterstützten werden, auch wenn die Folgen des Virus abgeklungen sind.“

[1] Quelle: Euromonitor 2020

[2] Die genannten Aktien dienen nur zur Illustration und dürfen nicht als Beratung oder Empfehlung einer Anlagestrategie verstanden werden. 


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