Weizen Konsolidierung zieht sich

15.02.2021, 17:45  |  436   |   |   

Bereits zum Zeitpunkt unserer letzten Kommentierung sah sich der Weizenpreis Konsolidierungstendenzen ausgesetzt.

Bereits zum Zeitpunkt unserer letzten Kommentierung sah sich der Weizenpreis Konsolidierungstendenzen ausgesetzt. Zwischenzeitlich gab es durchaus diverse Versuche, sich der Konsolidierung zu entziehen. 

Rückblick. In unserer letzten Kommentierung hieß es unter anderem „[…] Weizen „fackelte“ nicht lange und verlieh dem damals thematisierten Ausbruchsversuch aus der Flaggenformation ordentlich Dynamik. Der erste wichtige Meilenstein – der Bereich von 6,4 US-Dollar (vorheriges Verlaufshoch) -  wurde zügig erreicht. Auf großen Widerstand traf Weizen damals nicht. Der erfolgreiche Ausbruch bestätigte zum einen unter technischen Aspekten die Auflösung der Flagge  und zum anderen kreierte sich daraufhin ein weiteres Kaufsignal. Dieses entwickelte gleich Durchschlagskraft und führte Weizen bis in den Bereich von 6,9+ US-Dollar, ehe der Preis nach unten drehte. Weizen verpasste sozusagen um „Ährenbreite“ einen Befreiungsschlag. Hierzu hätte es über die 7,0 US-Dollar gehen müssen. […] Kurzum: Weizen sieht sich aktuell eine kräftigen Korrektur gegenüber. Vom letzten Verlaufshoch bei 6,9+ US-Dollar ging es bereits auf unter 6,4 US-Dollar. Die Vehemenz des Rücksetzers lässt für die nächsten Tage nicht viel Gutes erwarten. Sollte sich der Bruch der 6,4 US-Dollar manifestieren, würde das den Bereich von 6,0 / 5,85 US-Dollar in den Fokus rücken. Auf der Oberseite sieht sich Weizen nun bei 6,9 / 7,0 US-Dollar einem massiven Widerstandscluster gegenüber.“

Bleiben wir zunächst bei den charttechnischen Aspekten. Das Widerstandscluster 6,9 / 7,0 US-Dollar thront noch immer über der Preisentwicklung bei Weizen. Der „bange“ Blick richtet sich derzeit allerdings auf die hart umkämpfte Zone um 6,4 US-Dollar. Noch entwickelte sich keine gravierende Abwärtsdynamik in Richtung der „heißen“ Zone 6,0 / 5,85 US-Dollar. Um das Momentum und das bullische Szenario aufrecht zu erhalten, wäre es wichtig, dass Weizen den Bereich 6,0 / 5,85 US-Dollar weiterhin erfolgreich verteidigen kann. Kurzum: Aus charttechnischer Sicht gilt: Weizen muss über die 7,0 US-Dollar, um ein frisches Kaufsignal zu genieren und die Aufwärtsbewegung zu aktivieren und sollte nicht unter die 5,85 US-Dollar rutschen, um nicht auf der Unterseite in Bedrängnis zu geraten. 

Unter fundamentalen Aspekten stand zuletzt der am 09.02. vom US-Agrarministerium (USDA) veröffentlichte WASDE-Bericht (World Agricultural Supply and Demand Estimates) für Februar im Fokus. Für nachhaltige Impulse sorgte der Bericht zwar nicht, dennoch möchten wir uns einmal ein paar Eckdaten aus diesem Bulletin ansehen. Für das Erntejahr 2020 / 2021 wurden die Projektionen in Bezug für die globalen Lagerendbestände noch einmal deutlich reduziert. Ging man im Januar-Report in den Projektionen noch von globalen Lagerendbeständen für Weizen in Höhe von 313,19 Mio. Tonnen für 2020 / 2021 aus, so wurde dieser Wert im aktuellen Februar-Report auf 304,22 Mio. Tonnen nach unten korrigiert. Im Vergleich zum Januar-Report wurde im aktuellen Report die Projektion für die erwartete Produktionsmenge leicht nach oben angepasst. Gleichzeitig wurde die Projektion für die Nachfrage deutlich nach unten korrigiert. 
 

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