Markt unterschätzt möglichen Anstieg von Inflation und Anleiherenditen

Gastautor: Simon Weiler
17.02.2021, 09:23  |  185   |   |   

Ein möglicher Anstieg der Inflation und Anleiherenditen wird der Fondsgesellschaft Columbia Threadneedle Investments zufolge vom Markt unterschätzt. „Es ist überraschend, wie viele Menschen denken, dass Renditen wegen des Quantitative Easing nicht steigen können“, sagt Paul Doyle, Leiter für europäische Aktien außerhalb Großbritanniens bei Columbia Threadneedle, mit Blick auf die außergewöhnlichen geldpolitischen Maßnahmen (auf Englisch: Quantitative Easing) der Notenbanken. „Die Konsensmeinung lautet dass es keine nennenswerte Inflation geben wird und dass die Anleiherenditen nicht groß steigen können.“

Doyle verweist auf die Entwicklung der Renditen von US-Staatsanleihen in den vergangenen Monaten: Diese hätten vor einem Jahr bei 1,9 Prozent gelegen und nun bei rund einem Prozent – „trotz der umfangreichsten haushalts- und geldpolitischen Maßnahmen aller Zeiten“, wie der Experte zu bedenken gibt. „Warum sollten sie nicht auf das Niveau von Anfang 2020 zurückkehren, wenn der Markt beginnt, Covid-19 auszupreisen?“

Zumal die US-Notenbank Fed angesichts ihres neuen Ansatzes der Durchschnitts-Inflation künftig deutlich höhere Inflationsniveaus tolerieren werde, bevor sie einschreite. Dies hinterlässt dem Experten zufolge bereits Spuren: So lägen die US-Inflationserwartungen für die kommenden fünf Jahre aktuell über denen der vergangenen fünf Jahre – erstmals seit der globalen Finanzkrise von 2009. „Das zeigt, dass Investoren anfangen, eine mittelfristige Rückkehr der Inflation für möglich zu halten, auch wenn das Niveau aktuell niedrig ist.“

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