3 Wege, wie dich die KISS-Regel erfolgreicher in Aktien investieren lässt

Nachrichtenquelle: The Motley Fool
18.02.2021, 08:17  |  104   |   |   

Küsschen, Küsschen? Nein, die KISS-Regel hat damit zugegebenermaßen wenig zu tun. Hinter diesem Akronym verstecken sich die Worte „keep it simple and stupid“, was so viel heißt wie: Halte es einfach.

Auch beim Investieren kann die KISS-Regel dir helfen, deutlich erfolgreicher zu werden. Wie genau, das wollen wir im Folgenden ein kleines bisschen konkretisieren.

KISS-Regel: Dein Kompetenzbereich

Grundsätzlich können Foolishe Investoren es auch bei der Aktienauswahl einfach halten. Die KISS-Regel kann beispielsweise bei deinem eigenen Circle of Competence zum Einsatz kommen. Das heißt: Du kannst getrost Aktien aus den Segmenten identifizieren, deren Geschäftsmodell du nicht nur einschätzen kannst. Nein, sondern wo du auch die Chancen und Risiken des Gesamtmarktes kennst.

Gibt es Chancen in anderen Segmenten? Aber natürlich. Trotzdem ist es häufig schwierig, sich in neue Märkte und Geschäftsmodelle hineinzufuchsen, die man nicht aus dem Stegreif versteht. Oder wo man womöglich keine nennenswerte Vorbildung besitzt. Das kann es deutlich erschweren, ein attraktives Chance-Risiko-Verhältnis zu identifizieren.

Die KISS-Regel kann daher eine Erinnerung daran sein, dass man sich nicht verbiegen muss, um die besten Chancen zu identifizieren. Nein, auch in Bereichen, die du kennst, warten langfristig orientiert spannende Möglichkeiten, die eine solide Rendite generieren können.

KISS-Regel: Vielleicht auch ETFs?

Eine zweite Möglichkeit, um die KISS-Regel zu interpretieren, können außerdem ETFs und vor allem kostengünstige Indexfonds sein. Es einfach zu halten ist eigentlich nie leichter, als wenn man einfach einen ganzen Markt kauft, um von dessen Performance zu profitieren.

Foolishe Investoren sollten dabei bedenken, dass auch breite Märkte im historischen Durchschnitt auf Renditen zwischen 7 und 9 % pro Jahr gekommen sind. Das zeigt: Mit regelmäßigen Sparplänen und einer marktbreiten Diversifikation ist es grundsätzlich möglich, ein Vermögen aufzubauen.

Für manche Investoren kann daher durchaus gelten: Warum einzelne Aktien auswählen, wenn ein renditeträchtiger und zeitsparender Mix so nahe ist? Die KISS-Regel ist jedenfalls auch auf ETFs anwendbar.

KISS-Regel: Regelmäßigkeit & Automation

Zu guter Letzt kann die KISS-Regel dir helfen, dich an wesentliche Grundzüge des erfolgreichen Investierens zu erinnern. Das regelmäßige Investieren, möglicherweise auch mit einem bisschen Automation, kann so ein weiteres Anwendungsfeld dieser vier Buchstaben sein.

Mit ETFs geht das vergleichsweise einfach: Wer einen Sparplan aufsetzt, der investiert regelmäßig und sogar automatisiert. Aber auch bei einzelnen Aktien kann es Möglichkeiten geben. Und zwar nicht bloß über Aktiensparpläne, die manchmal ein wenig teuer sind.

Wer beispielsweise jeden Monat oder auch alle zwei Monate bis ein Vierteljahr einen Betrag X auf sein Verrechnungskonto überweist und sich zur Aufgabe macht, diesen Betrag in den nächsten zwei bis drei Wochen zu investieren, der ist ebenfalls regelmäßig dabei. Das ist, was die KISS-Regel ebenfalls implizieren kann und dich als Investor langfristig erfolgreicher werden lässt.

Küsschen, Küsschen?

Auch wenn die KISS-Regel ein wenig romantisch klingt, ist der Inhalt ziemlich pragmatisch: Halte es einfach und sei erfolgreicher. Das kann ein Schlüssel zum Erfolg beim Investieren sein. Zumindest kannst du in vielerlei Hinsicht darüber nachdenken.

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