Studie zeigt Aktuelles Grenzeinkaufsverbot verändert Einkaufsverhalten der Schweizer langfristig

Nachrichtenagentur: news aktuell
18.02.2021, 10:30  |  376   |   |   

Bonn/Zürich (ots) - Verbraucher sind bereit, für regionale Schweizer Produkte,
Bio-Ware und Produkte mit besseren Tierhaltungsstandards mehr zu bezahlen.
Einzelhändler können jetzt mit den richtigen Massnahmen unterschiedliche
Kundengruppen nachhaltig für sich gewinnen und langfristig an sich binden.

Das erneute Grenzeinkaufsverbot hat nachhaltige Auswirkungen, wie eine
repräsentative Konsumentenstudie* der globalen Strategie- und Marketingberatung
Simon-Kucher & Partners in der Schweiz zeigt: Von den 43 Prozent
Deutsch-Schweizern, die bislang mindestens quartalsweise Grenzeinkäufe in
Deutschland getätigt haben, wollen 18 Prozent nach der Aufhebung des Verbots
diese Praxis reduzieren bzw. ganz einstellen. "Gewinner" des Grenzeinkaufverbots
in der Schweiz ist Migros (32 Prozent der regelmässigen Grenzeinkäufer geben an,
aktuell mehr bei Migros einzukaufen), gefolgt von Lidl (24 Prozent). Zu den
"Verlierern" gehören vor allem der Drogeriemarkt dm (42 Prozent der
regelmässigen Grenzeinkäufer haben beim Grenzeinkauf in Deutschland
üblicherweise bei dm eingekauft) sowie Edeka (36 Prozent).

Hauptmotivation für Grenzeinkäufe in Deutschland ist für einen Grossteil der
Verbraucher (85 Prozent) der günstigere Preis. Allerdings haben Kunden seit dem
Grenzeinkaufsverbot durchaus die Vorteile von Einkäufen in der Schweiz zu
schätzen gelernt: Als wichtigsten Mehrwert sehen 43 Prozent der Befragten die
Zeitersparnis. 39 Prozent geben die regionale Herkunft der Produkte als Grund
an; mit jeweils rund 20 Prozent werden lokale Spezialitäten und
Loyalitätsprogramme der Schweizer Händler als Mehrwert genannt.

"Das zeigt, dass Schweizer Einzelhändler an mehreren Hebeln ansetzen können, um
verschiedene Kundensegmente mit unterschiedlichen Bedürfnissen abzuholen",
erklärt Dr. Tobias Maria Günter, Partner in der globalen Konsumgüter &
Einzelhandel Practice bei Simon-Kucher. So sind etwa die Peak-Tage für
Grenzeinkäufe Freitag und Samstag, und zu den beliebtesten Warengruppen zählen
Hygiene und Kosmetik, Fleisch, Wurst und Fisch sowie Wasch-, Reinigungs- und
Putzmittel. "An diesen Tagen sollten Händler zu den besonders nachgefragten
Produktkategorien gezielt attraktive Aktionen anbieten." Ebenso sei es
empfehlenswert, das Preiseinstiegssortiment insbesondere in diesen Warengruppen
auszubauen. Günter: "Ausserdem kommt es jetzt darauf an, vorhandene Daten aus
Kundenkarten intensiv für individuelle Angebote auszuwerten. Händler, die keine
Kundenkarten anbieten, sind nicht zukunftsfähig aufgestellt."

Auch Nachhaltigkeitsaspekte spielen für Konsumenten verstärkt eine Rolle bei der
Kaufentscheidung: "Unsere Studienergebnisse zeigen, dass rund zwei Drittel der
regelmässigen Grenzeinkäufer bereit sind, einen Preisaufschlag auf Produkte zu
bezahlen, wenn dieser durch verbesserte Tierhaltungsstandards, eine original
Schweizer Herkunft oder durch strengere Bio-Richtlinien in der Schweiz bedingt
ist", erklärt Kerstin Wiesner, Director in der globalen Konsumgüter &
Einzelhandel Practice bei Simon-Kucher in Zürich. "Solche Produktmehrwerte, für
die Kunden eine höhere Zahlungsbereitschaft aufweisen, sollten Händler am Point
of Sale aktiv und konsequent hervorheben."

*Über die Studie: Die repräsentative Studie "Grenzeinkaufsverhalten von
Schweizern in Deutschland" wurde im Februar 2021 unter 1.051 Konsumenten in der
Schweiz als Onlinebefragung durchgeführt. Sie untersucht, inwiefern das Verbot
der Grenzeinkäufe nach Deutschland das Einkaufsverhalten der Schweizer
nachhaltig verändert und mit welchen Massnahmen Schweizer
Lebensmitteleinzelhändler Grenzeinkäufer auch nach Aufhebung des
Grenzeinkaufsverbots nachhaltig für sich gewinnen können. (Definition
"Grenzeinkäufer": mindestens quartalsweiser Grenzeinkauf in Deutschland.)

Simon-Kucher & Partners, Strategy & Marketing Consultants: Die Beratungsarbeit
von Simon-Kucher & Partners ist ganz auf TopLine Power® ausgerichtet. Laut
mehrerer Studien unter deutschen Top-Managern (manager magazin,
Wirtschaftswoche, brand eins) ist Simon-Kucher bester Marketing- und
Vertriebsberater und führend im Bereich Pricing und Wertsteigerung. Die
Unternehmensberatung ist mit rund 1.400 Mitarbeitern in 40 Büros weltweit
vertreten.

Für Rückfragen und detaillierte Informationen stehen wir Ihnen gerne zur
Verfügung:

Angela Ott (Senior Public Relations Manager)
Tel: +49 221 36794 386
E-Mail: angela.ott@simon-kucher.com
www.simon-kucher.com

Weiteres Material: http://presseportal.de/pm/78805/4841413
OTS: Simon-Kucher & Partners


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