Frédéric Dalmasie im Interview Neuemission der Agri Resources Group: Die ESG-konforme Antwort auf den wachsenden Agrarmarkt in Afrika

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Gastautor: IR-News
19.02.2021, 08:48  |  5542   |   

Die Agri Resources Group S.A. begibt ihre 2. Unternehmensanleihe (ISIN: DE000A287088). Im Interview spricht Frédéric Dalmasie, CEO der Agri Resources Group S.A., über die Neuemission und die zukünftige Entwicklung.

Zur Anleihe: Das Angebot für den 8,00 % Sustainability Bond setzt sich aus einem öffentlichen Umtauschangebot (inkl. Mehrerwerbsoption), einem öffentlichen Angebot und einer Privatplatzierung zusammen.

Stellen Sie bitte die Agri Resources Group S.A. kurz vor.

Frédéric Dalmasie: Wir sind spezialisiert auf den nachhaltigen Anbau und die Verarbeitung von Agrarprodukten in Afrika und Europa. Unser Fokus liegt u. a. auf dem Anbau von Nutzpflanzen in Afrika südlich der Sahara sowie auf Vanille und Gewürzen in den Regionen Madagaskar und Mauritius, die zum Beispiel an Einzelhandel- und Gewerbekunden in Europa und Asien vermarktet werden. Unsere angebauten Agrarprodukte reichen von Importsubstitutionskulturen bis hin zu Vanille, Gewürzen und Nischenprodukten.

Sie haben bereits 2016 eine Anleihe begeben. Warum haben Sie sich nun für eine weitere Emission entschieden?

Frédéric Dalmasie: 2016 wollten wir uns mit unserer ersten Anleihe dauerhaft den Zugang zum deutschen Kapitalmarkt aufbauen. Die damaligen Mittel haben uns eine deutliche Weiterentwicklung des Unternehmens auch hin zu einer noch nachhaltigeren Ausrichtung sowie einen deutlichen ersten Wachstumssprung ermöglicht. In diesen fünf Jahren haben wir uns als zuverlässiger Emittent etabliert und eine stabile Investorenbasis aufgebaut. Deshalb war die Entscheidung für eine zweite Anleihe, um unser Unternehmen nun nochmals auf eine neue Stufe zu heben, die logische Konsequenz.

Als Besonderheit kann man die Qualifikation als „Sustainability Bond“ bezeichnen. Was genau ist darunter zu verstehen?

Frédéric Dalmasie: Nachhaltigkeit prägt unser gesamtes unternehmerisches Handeln – und konsequenter Weise nun auch unsere Finanzierung, die wir um einen Sustainability Bond erweitern. Unsere neue Anleihe qualifiziert sich als Sustainability Bond gemäß der Definition der International Capital Markets Association (ICMA). In einer Second Party Opinion bestätigt Vigeo Eiris, eine Tochtergesellschaft von Moody‘s und Weltmarktführer für ESG-Bewertungen, -Daten, -Research, -Benchmarks und -Analysen, dass unser Sustainability-Bond-Rahmenwerk im Einklang mit den vier Kernprinzipien der ICMA Green and Social Bond Principles steht.

Darüber hinaus kann Vigeo Eiris „mit einem angemessenen Maß an Sicherheit“, was laut interner Bewertungsskala von Vigeo Eiris dem höchsten Maß an Sicherheit entspricht, die Verpflichtungen des Emittenten und den Beitrag der Anleihe zur Nachhaltigkeit beurteilen. Die Qualifizierung als Sustainability Bond unterstreicht unser Bekenntnis zu den Social Development Goals der Vereinten Nationen, das ein grundlegender Bestandteil unserer Unternehmensstrategie und ein wesentlicher Erfolgsfaktor ist.

Anleger der bestehenden Anleihe 2016/2021 können bis zum 5. März 2021 in den Sustainability Bond tauschen und neu zeichnen. Neue Investoren können ihre Kauforder vom 24. Februar bis zum 10. März 2021 erteilen. Mit welchen Konditionen ist die neue Anleihe ausgestattet?

Frédéric Dalmasie: Unser Sustainability Bond bietet über die Laufzeit von fünf Jahren eine jährliche Verzinsung von 8 %. Die Anleihebedingungen beinhalten als besondere Schutzrechte für die Investoren vor allem eine Negativverpflichtung, eine Ausschüttungsbegrenzung, eine Mindest-Eigenkapitalquote von 25 %, eine Berichterstattung bzgl. Projektfortgang und Verwendung des Emissionserlöses sowie ein Sonderkündigungsrecht für die Anleger bei einem Kontrollwechsel.

Das Zielvolumen beträgt bis zu 50 Mio. Euro. Wofür sollen die Mittel verwendet werden?

Frédéric Dalmasie: Die Erlöse aus der Anleihe werden zur Finanzierung und Refinanzierung einer Kombination von vorselektierten und geprüften grünen und sozialen Projekten verwendet. Konkret liegt der Fokus der Agri Resources Group auf dem weiteren Ausbau ihrer Aktivitäten in Madagaskar, Ghana, Mauritius und Benin. Diese Aktivitäten konzentrieren sich hauptsächlich auf drei Kategorien: Weiterentwicklung der aktuellen nachhaltigen Landwirtschaft, neue Projekte für ein ökologisch nachhaltiges Management lebender natürlicher Ressourcen und der Landnutzung sowie neue Projekte für sozioökonomischen Fortschritt und Empowerment.

Wie hat sich Ihr Unternehmen in den vergangenen Jahren entwickelt?

Frédéric Dalmasie: Wir haben erfolgreich substanzielle Grundlagen und Assets geschaffen und aufgebaut, bestehend aus 82.000 Hektar Anbaufläche und umfangreichen Verarbeitungs- und Lagerkapazitäten. Zudem haben wir unsere internationalen Aktivitäten gezielt erweitert und nachhaltige Rahmenbedingungen geschaffen, um langfristig erfolgreich zu sein.

Zu diesem Zweck haben wir zum Beispiel verschiedene Audits und Zertifizierungen durchgeführt, langfristige Abnahmeverträge mit internationalen Endkunden abgeschlossen und unser Produktportfolio in Bezug auf Art, Qualität und Herkunft breit diversifiziert. Aus wirtschaftlicher Sicht konnten wir seit der Emission unserer ersten Anleihe unseren Umsatz von 5,8 Mio. Euro in 2016 auf 20,3 Mio. Euro in 2020 steigern und sind dabei durchgehend profitabel gewachsen. Das EBITDA verbesserte sich im selben Zeitraum von 1,1 Mio. Euro auf 2,8 Mio. Euro und soll weiter deutlich wachsen.

Welchen Ausblick können Sie uns konkret geben?

Frédéric Dalmasie: Bis 2024 streben wir ein jährliches Umsatzwachstum im zweistelligen Bereich an. Auch die Erträge sollen überproportional stark wachsen. Als wesentliche Wachstumstreiber sehen wir zum Beispiel den stetig steigenden Bedarf an Grundnahrungsmitteln im afrikanischen Markt und die wachsende Nachfrage nach Spezialitäten in Europa. Unser Unternehmen ist bereits stark aufgestellt, um von diesen Treibern zu profitieren, zum Beispiel durch den Anbau von Reis und Sojabohnen in afrikanischen Ländern wie Ghana oder der Republik Kongo oder durch den Anbau und die Verarbeitung von vom United States Department of Agriculture (USDA) zertifizierter Bio-Vanille auf Mauritius.

Vielen Dank für das Interview und viel Erfolg bei Ihrer Emission.


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