Rückrufe für Audi 3,0 TDI im Abgasskandal Manipulationssoftware im V6-Motor entdeckt (FOTO)

Nachrichtenagentur: news aktuell
18.02.2021, 14:30  |  2127   |   |   

Berlin (ots) - Schon längst sind nicht nur Kleinwagen vom Abgasskandal der
deutschen Autoindustrie betroffen. Sogar stärker motorisierte und höherpreisige
Fahrzeuge - etwa von VW-Tochter Audi - enthalten eine illegale
Manipulationssoftware, die sich negativ auf die Abgasreinigung auswirkt. Auch im
Audi 3,0 TDI (https://www.rueden.de/abgasskandal/audi/audi-rueckruf/30-tdi/)
wurde eine unerlaubte Schummelsoftware entdeckt.

Der 3,0 Liter-TDI-Motor von Audi wird in Oberklasse-Dieselfahrzeugen der Marken
Audi, VW und Porsche verbaut - unter anderem im Porsche Cayenne und Macan sowie
im VW Touareg und Amarok. Die Abkürzung TDI im Namen steht für Turbocharged
Direct Injection oder Turbocharged Diesel Injection. Volkswagen bezeichnet so
alle Dieselmotoren, die vom VW-Konzern hergestellt werden. Konzernintern trägt
der leistungsstarke V6-Motor die Bezeichnung EA897 und wird von Audi in Ungarn
produziert.

KBA ordnet Rückrufe für Audi 3,0 TDI im Abgasskandal an

In den 3,0 TDI-Motoren hat das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) eine unzulässige
Abschalteinrichtung gefunden und daher verpflichtende Rückrufe
(https://formular.rueden.de/abgasskandal/kostenlose-erstberatung) für die
betroffenen Modelle angeordnet. Die Behörde ist für die Typenzulassung von
Fahrzeugen in Deutschland zuständig. Die amtliche Rückrufaktion umfasst rund
200.000 Fahrzeuge von Audi, Volkswagen und Porsche mit dem Dieselmotor mit 3,0
Litern Hubraum. Die folgenden Audi 3,0 TDI-Modelle aus den Baujahren ab 2009 der
Abgasnorm Euro 6 sind vom Rückruf betroffen und müssen in eine Werkstatt
gebracht werden:

- Audi A4 3,0 TDI
- Audi A5 3,0 TDI
- Audi A6 3,0 TDI
- Audi A7 3,0 TDI
- Audi A8 3,0 TDI
- Audi Q5 3,0 TDI
- Audi Q7 3,0 TDI
- Audi SQ5 3,0 TDI

In der Werkstatt wird auf die vom Abgasskandal betroffenen Audi 3,0 ein
Softwareupdate aufgespielt. Damit soll die illegale Abschalteinrichtung im
Dieselmotor deaktiviert werden. Denn: Die Abschalteinrichtung bewirkt, dass der
Audi 3,0 die Abgase aus dem Motor nur auf dem Prüfstand umfassend reinigt. Im
Normalbetrieb auf der Straße wird die Reinigung heruntergefahren oder
verringert. Damit überschreitet das Dieselfahrzeug die gesetzlichen Grenzwerte
und stößt weit mehr umwelt- und gesundheitsschädliche Stickoxide (NOx) aus als
erlaubt.

Allerdings ist nicht sicher, ob das Softwareupdate die Abschalteirichtung
vollständig deaktiviert und der Audi 3,0 TDI danach tatsächlich sauberer fährt.
Messungen von Umwelt- und Verbraucherschützern haben ergeben, dass einige
Fahrzeuge nach einem Update weiterhin zu hohe Emissionswerte aufweisen -
teilweise noch höhere als vor dem Softwareupdate.

Audi 3,0 TDI: Wertverlust durch Dieselskandal nimmt zu

Für Fahrer eines Audi 3,0 TDI ist der Abgasskandal gleich doppelt ärgerlich: Zum
einen hält der Hersteller seine Angaben zum Emissionsausstoß des Autos nicht
ein, was zur Beeinträchtigung der Luftqualität und später zu möglichen
Dieselfahrverboten führt. Zum anderen erleiden die hochpreisigen Fahrzeuge der
Oberklasse - zu denen auch der Audi 3,0 TDI zählt - einen massiven Wertverlust.
Die für viel Geld gekauften Dieselfahrzeuge erreichen bei einem Wiederverkauf
oftmals nur einen Bruchteil dessen, was der Audi vor dem Dieselskandal wert war.
Fahrzeugbesitzer, die einen Oberklassewagen gekauft und gepflegt haben, um ihn
später zu einem angemessenen Preis wieder zu verkaufen, haben nun das Nachsehen.

Wer den Wertverlust des Audi 3,0 TDI nicht hinnehmen möchte, sollte sich zu
einer möglichen Klage im Abgasskandal anwaltlich beraten lassen. Zahlreiche
Gerichte haben bereits für Recht erkannt, dass die Autobauer mit dem Einbau
einer Abschalteinrichtung die Verbraucher vorsätzlich sittenwidriggeschädigt
haben. Laut § 826 BGB steht den Fahrzeughaltern eine Entschädigung zu. In der
Regel verklagen Audi-Halter den Hersteller auf Rückgabe des Fahrzeugs und
Erstattung des Kaufpreises. Vom gezahlten Kaufpreis wird lediglich eine
Nutzungsentschädigung abgezogen, die aber geringer ausfällt als der Wertverlust,
den der Audi 3,0 TDI im Zuge des Dieselskandals verzeichnet.

Die Verbraucherrechtskanzlei VON RUEDEN berät Dieselfahrer bundesweit im
Abgasskandal - so auch Halter eines Audi 3,0 TDI. In einer kostenlosen
Erstberatung (https://formular.rueden.de/abgasskandal/kostenlose-erstberatung)
prüfen wir, ob das Fahrzeug vom Abgasskandal betroffen ist und erklären die
rechtlichen Optionen des Dieselbesitzers. Wir vertreten bereits mehr als 14.000
Mandanten im Dieselskandal gegen die deutschen Autoersteller.

Pressekontakt:

VON RUEDEN - Partnerschaft von Rechtsanwälten
Johannes von Rüden
Leipziger Platz 9
10117 Berlin
030 / 200 590 770
mailto:info@rueden.de
https://www.rueden.de/
https://formular.rueden.de/abgasskandal/kostenlose-erstberatung

Weiteres Material: http://presseportal.de/pm/140928/4841927
OTS: VON RUEDEN


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