Dortmund im Haaland-Fieber – Auftrieb für die BVB-Aktie?

Nachrichtenquelle: The Motley Fool
21.02.2021, 10:47  |  217   |   |   

Seit dem Einsetzen der Coronakrise gibt es die Aktie von Borussia Dortmund (WKN: 549309) wieder so billig wie 2016. Das riecht mittlerweile nach einer Einstiegschance. Lies hier, was jetzt für ein Investment in die BVB-Aktie spricht und was dagegen.

BVB-Faktor Nr. 1: Erling Haaland

Im Revierderby hat Haaland erneut zweimal zugeschlagen, einschließlich eines spektakulären Seitfallziehers. Haaland schießt Tore mit einer Frequenz wie Lewandowski, aber nicht mit dessen betont kühler Effizienz, sondern mit einer Leidenschaft, die mich an Klinsmanns beste Zeiten erinnern. Die internationalen Medien überschlagen sich mit Superlativen über den 20-Jährigen. Lediglich der nicht weniger bombastische Mbappé scheint ihm auf dem Weg zur Nummer 1 des globalen Fußballs noch Konkurrenz zu machen.

Für solche Spieler zahlen die europäischen Top-Clubs Fantasie-Summen. Transfermarkt nennt die folgenden Spitzenreiter:

  1. Neymar 222 Mio. Euro (2017)
  2. Mbappé 145 Mio. Euro (2018)
  3. Coutinho 145 Mio. Euro (2017)

Chelsea hat Leverkusen im letzten Jahr 80 Mio. Euro für Kai Havertz überwiesen. Haaland könnte folglich gut und gerne eine dreistellige Millionensumme einbringen. Transfermarkt schätzt 110 Mio. Euro. Und selbst wenn eine Ausstiegsklausel greifen sollte, wäre immer noch ein hoher zweistelliger Millionenbetrag drin.

Alternativ bleibt er noch einige Jahre bei Dortmund und hilft dem Verein, begeisterte Fans an sich zu binden und Trophäen zu sammeln. Das wäre genauso viel wert.

BVB-Faktor Nr. 2: Der (wechselhafte) sportliche Erfolg

Schaut man allerdings auf die Bundesliga-Tabelle, dann sieht man, dass ein Haaland nicht genügt, um sich oben festzusetzen, obwohl er mit Jaden Sancho einen Nebenmann hat, dem ebenfalls absolute Weltklasse nachgesagt wird. Nominell wesentlich schwächer besetzte Clubs wie Frankfurt und Wolfsburg haben mehr zu feiern.

Offenbar gelingt es den Trainern des BVB bisher nicht, das Potenzial der Spieler konstant abzurufen. Trotz des starken Siegs gegen Schalke bleiben 6 Punkte Abstand zu den Champions-League-Plätzen. Dass einer der größten Stars des europäischen Fußballs bei der sechstbesten Bundesliga-Mannschaft spielt, passt nicht.

Sollte die Hoffnung auf die Champions League schwinden, dann wird die Aktie im Keller verbleiben, Haaland hin oder her. In zwölf Spieltagen 6 Punkte aufzuholen ist möglich, aber da müsste jetzt ein Lauf her. Jedenfalls glaube ich nicht, dass der BVB sich über einen Champions-League-Triumph den Startplatz sichern kann. An überragenden Teams wie Bayern, PSG und Manchester City kommen die Dortmunder wahrscheinlich nicht vorbei.

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