HINTERGRUND/Neuer Rohstoff-Boom Experten sehen kein Ende des Preisauftriebs

Nachrichtenagentur: dpa-AFX
21.02.2021, 14:05  |  600   |   |   

FRANKFURT (dpa-AFX) - Die Rohstoffpreise kennen derzeit kein Halten. Ob Kupfer, Platin, Eisenerz oder Zinn - die Preise vieler Industriemetalle steigen rasant. Ähnlich verhält es sich mit Agrargütern wie Mais oder Soja. Was große Rohstoffanbieter wie die Megakonzerne BHP oder Rio Tinto freut, stimmt Abnehmer und Konsumenten nachdenklich. Die Entwicklung sorgt für steigende Produktionskosten und Verbraucherpreise. Zumal ein Ende des Preisbooms nicht absehbar ist: Fachleute von großen US-Banken wie Citigroup oder JP Morgan sprechen bereits von einem neuen "Superzyklus" am Rohstoffmarkt, einem anhaltenden Preisauftrieb.

Besonders deutlich sind die Rohstoffpreise zuletzt bei Metallen gestiegen. Der Preis von Kupfer, das aufgrund seiner vielseitigen Verwendung als Konjunkturbarometer gilt, hat sich innerhalb eines Jahres in etwa verdoppelt und rangiert auf dem höchsten Niveau seit etwa neun Jahren. Das Edelmetall Platin, bekannt für seinen Einsatz in der Produktion von Autokatalysatoren, weist ähnlich starke Preiszuwächse auf. Auch der Preis von Eisenerz, aus dem Stahl gewonnen wird, ist in den vergangenen Monaten stark gestiegen.

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Die Gründe für den Preisboom sind vielfältig. So ist das Angebot vieler Rohstoffe relativ knapp. Das hat nicht nur mit dem anhaltend großen Rohstoffhunger der zweitgrößten Volkswirtschaft China zu tun, die seit langem einen erheblichen Teil des Angebots auf sich zieht. Auch haben viele Minenbetreiber ihre Förderung in der Pandemie zurückgefahren. Das hat dazu geführt, dass die Lagerbestände knapp geworden sind - zumal das Angebot im Rohstoffsektor typischerweise unflexibel ist und nicht rasch ausgeweitet werden kann.

Mindestens ebenso wichtig für den Preisanstieg ist die Nachfrage. Auch hier kommt der Corona-Pandemie eine tragende Rolle zu. So wird allgemein erwartet, dass die vielerorts daniederliegende Konjunktur mit fortschreitenden Impfungen und weniger Beschränkungen anzieht. Hiervon dürfte auch die Nachfrage nach Rohstoffen profitieren, was sich bereits jetzt in steigenden Preisen spiegelt. "Hinzu kommt die immense Geldschwemme durch viele Staaten und Zentralbanken in der Corona-Krise", sagt Eugen Weinberg, Rohstoff-Chefanalyst der Commerzbank . Dieser Kurs habe viel Geld in die Rohstoffmärkte gespült und die Preise zusätzlich befeuert.


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