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Staatliche Cyberangriffe sind laut einer Studie eine große Bedrohung für Unternehmen

Nachrichtenquelle: Business Wire (dt.)
22.02.2021, 12:00  |  137   |   |   

Eine Mehrheit der Unternehmen, die für eine heute veröffentlichte Studie des Economist Intelligence Unit (EIU) und des Cybersecurity Tech Accord befragt wurden, sehen staatlich geführte und geförderte Cyberangriffe als eine große Bedrohung. Sie sind besorgt über katastrophale finanzielle Folgen sowie negative Auswirkungen auf ihre Reputation und fordern eine stärkere internationale politische Zusammenarbeit, um diese Bedrohungen abzumildern.

Die Umfrage wurde zwischen November und Dezember 2020 durchgeführt, bevor die kuerzlich bekannt gewordene Cyberattacke auf das Softwareunternehmen SolarWinds publik gemacht wurde. Dieser Angriff war für viele Organisationen ein Weckruf bezüglich der Herausforderungen, die durch staatlich gelenkte und gesponserte Cyberangriffe entstehen. Jedoch zeigt die Umrage auch, dass sich viele Unternehmen der eskalierenden Bedrohung seit langem bewusst sind.

In den letzten Jahren haben Cyberangriffe, die von Staaten ausgeführt oder gefördert wurden, den Cyberraum verändert. Dieser eskalierende Konflikt im Internet wurde durch die weitreichenden Folgen von COVID-19 beschleunigt. Tatsächlich sagen fast 8 von 10 Befragten, dass die Pandemie die Wahrscheinlichkeit eines staatlich geführten oder geförderten Cyberangriffs auf ihre eigene Organisation erhöht hat.

Wie die Umfrage zeigt, erwarten führende Vertreter des Privatsektors, dass Cyber-Bedrohungen durch staatliche Akteure in den kommenden Jahren weiter zunehmen werden. Sie fordern, dass die Regierungen Maßnahmen ergreifen, um wirksame politische Lösungen auf nationaler und internationaler Ebene umzusetzen. Die wichtigsten Studienergebnisse sind:

  • Cyberangriffe, die von Staaten geführt bzw. gefördert werden bereiten privaten Organisationen große Sorge. 80 Prozent der Befragten zeigten sich besorgt darüber, dass ihre Organisation Opfer einer solchen Cyberattacke werden könnte, wobei die Mehrheit sagt, dass diese Sorge in den letzten fünf Jahren zugenommen hat.
  • Unternehmen erwarten, dass Cyber-Bedrohungen die von Staaten ausgehen in den nächsten fünf Jahren weiter zunehmen werden. Die Befragten gehen davon aus, dass die Bedrohung durch staatliche Akteure in fünf Jahren nur noch durch die Bedrohung durch das organisierte Verbrechen überschattet werden könnte. Dies wäre eine ernste Entwicklung, da Staaten über beträchtliche Kapazitäten, fortschrittliche Werkzeuge und Technologien verfügen, die später von anderen Angreifern genutzt werden können.
  • Es gibt ein falsches Gefühl der Sicherheit. 68 Prozent der Führungskräfte sind der Meinung, dass ihre Organisationen "sehr" oder "vollständig" bereit sind, mit einem Cyberangriff umzugehen. Charles Carmakal, Senior Vice President und Chief Technology Officer bei FireEye und einer der von der EIU befragten Experten, schlug vor, dass die meisten Organisationen in Wirklichkeit keine greifbare Erfahrung im Umgang mit solchen Bedrohungen haben, da sie selten die Hauptziele dieser Angriffe sind. Der jüngste SolarWinds-Hack könnte mehr Unternehmen dazu zwingen, darüber nachzudenken, wie sie Risiken mindern können.
  • Höhere Investitionen der Unternehmen in die Cybersicherheit sind von entscheidender Bedeutung, aber staatliche Maßnahmen auf nationaler und internationaler Ebene sind ebenso erforderlich. 6 von 10 Führungskräften sagen, dass ihr Land nur ein mittleres oder niedriges Schutzniveau bietet und dass eine stärkere internationale wirtschaftliche und politische Zusammenarbeit unerlässlich sei, um die Herausforderungen effektiv anzugehen und ein sichereres und stabileres Online-Umfeld zu schaffen.

"Staatlich geführte und geförderte Angriffe sind ein eskalierendes Problem, das zu groß ist, um es zu ignorieren", sagte Brad Maiorino, Executive Vice President und Strategiechef von FireEye. "Es muss einen grundlegenden Wandel in der Sicherheitsplanung geben, der über die Bemühungen einer Organisation hinausgeht, und dieser Wandel erfordert proaktives und kooperatives Handeln von Regierung und Industrie."

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