Neue Börsenverrücktheiten und was Sie dagegen tun sollten

Gastautor: Sven Weisenhaus
23.02.2021, 09:48  |  1061   |   |   

Sehr verehrte Leserinnen und Leser, E-Auto-Pionier Tesla hat vor Kurzem viel Geld in Bitcoin gepumpt und angekündigt, Bitcoin auch als Zahlungsmittel zu akzeptieren.

Sehr verehrte Leserinnen und Leser,

E-Auto-Pionier Tesla hat vor Kurzem viel Geld in Bitcoin gepumpt und angekündigt, Bitcoin auch als Zahlungsmittel zu akzeptieren. Das sorgte mal wieder für ein Rekordhoch beim Urgestein der Kryptowährungen. Tesla-Chef Musk hatte allerdings illustre Vorbilder für seine Aktion, die ebenfalls mit dem Geld anderer Leute am Kryptomarkt spekulieren. Die Hintergründe sind bemerkenswert und werfen ein bezeichnendes Licht auf die aktuelle Übertreibung – nicht nur bei Bitcoin und Co..

Das muss man sich mal vorstellen!

Elon Musk war also nicht der erste, der auf Firmenkosten Bitcoin gekauft hat. Er ist aber der Prominenteste, und konnte daher durch seine mediale Reichweite den Bitcoin-Kurs kräftig pushen.

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Das selbst ernannte Business-Intelligence-Unternehmen Microstrategy aus den USA hat bereits im September Bitcoin erworben. Jetzt setzte Microstrategy noch einen drauf und besorgte sich über die Ausgabe einer Anleihe 650 Millionen Dollar, um auch dieses Geld anderer Leute für die Kryptowährung auszugeben.

Das muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen: Da geben Anleger einem Unternehmen Geld, damit es in Bitcoin investiert. Diese „Investition“ könnten sie aber problemlos selbst tätigen. Oder sie könnten das Geld in einen der vielen Krypto-Fonds stecken, die derzeit überall aufgelegt werden.

Stattdessen geben sie es irgendeinem Unternehmen und erhalten dafür nur ein paar läppische Prozent Zinsen. Von den Kursanstiegen bei Bitcoin profitieren sie dagegen überhaupt nicht. Es ist ungefähr so, als würden Sie jemandem Geld geben, damit er ein Haus kauft, dass Sie eigentlich selbst kaufen wollten. Und am Ende wundern Sie sich, dass ein anderer darin wohnt.

Nur eine der vielen Verrücktheiten?

Nun könnte man dies als eine der vielen weiteren Verrücktheiten abtun, die derzeit bei Kryptowährungen zu beobachten sind. Es ist allerdings ein besonders krasses Beispiel dafür, wie gedankenlos manche Anleger agieren - um es mal vorsichtig auszudrücken. Ein weiteres Indiz für die völlig irrationale Bitcoin-Manie ist, dass Microstrategy mit seiner Anleihe eigentlich nur 400 Million Dollar aufnehmen wollte. Die „Investoren“ haben das Unternehmen also faktisch mit Geld überhäuft.

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