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Studie der Deutschen Teilkauf Kreditfalle für Senioren – Teilverkauf als Alternative zum Hypothekenkredit?

Gastautor: IR-News
24.02.2021, 10:40  |  552   |   |   

Größere Anschaffungen, Modernisierungen, altersgerechte Umbaumaßnahmen – auch im Alter können noch große finanzielle Belastungen auf einen zukommen.

Kredite bieten zwar schnelle Liquidität und sorgen im Bedarfsfall für finanzielle Flexibilität, doch ab einem bestimmten Alter sollte man sich fragen, ob ein Hypothekenkredit wirklich die richtige Wahl ist. Schließlich bleibt der Wunsch nach finanzieller Sicherheit auch im Alter bestehen.

Eine von der Deutschen Teilkauf und dem Forschungsinstitut YouGov durchgeführte Studie bestätigt dies. Für 61 Prozent der befragten Eigenheimbesitzer über 60 Jahre ist es wichtig, im Bedarfsfall kurzfristig auf größere Geldsummen Zugriff zu haben. Allerdings gaben 42 Prozent an, dass es ihnen nicht möglich ist, unvorhergesehene Ausgaben stemmen zu können. Der Schuldneratlas verdeutlicht das schon lange bekannte Problem der Altersüberschuldung. Seit 2014 steigt die Überschuldung von Senioren in Deutschland kontinuierlich.

Vor- und Nachteile von Hypothekenkrediten

Hypothekenkredite, also Kredite mit einer Immobilie als Sicherheit, sind gängige Finanzierungsmöglichkeiten. Solch ein Darlehen sorgt für sofortige Liquidität, wodurch finanzielle Absicherung und Flexibilität geboten werden. Außerdem bleibt man mit einem Hypothekenkredit Eigentümer seiner Immobilie. Dies hat den Vorteil, dass man weiterhin seine Immobilie vererben und von Wertsteigerungen profitieren kann.

Senioren können durchaus einen Kredit aufnehmen. Für Banken stellen ältere Kunden jedoch einen wesentlichen Nachteil dar, nämlich weniger Zeit für die Kreditrückzahlung. Hinzu kommt, dass das Einkommen nach Renteneintritt in der Regel sinkt. Was man sich immer vor Augen führen sollte: Ein Kredit bedeutet in erster Linie die Aufnahme von Schulden. Die Wohnimmobilienkreditrichtlinie gibt vor, dass Hypothekendarlehen möglichst zu Lebzeiten getilgt werden müssen. Aus einer kürzeren Lebenszeit ergeben sich demnach höhere Tilgungsraten.

Die Konditionen für ältere Immobilienbesitzer sind demnach meist schlechter als für jüngere. Die hohe monatliche Belastung in Relation zur niedrigen Rente sorgt zunehmend für eine mentale Belastung im Alter. Zusätzlich bedeutet die Aufnahme eines Kredits möglicherweise das Vererben einer eventuell belasteten Immobilie. Denn wer sein Darlehen nicht zu Lebzeiten tilgt, vererbt seine Schulden.

Eigenheimbesitzer möchten keine Kredite mehr tilgen

Aus der von YouGov durchgeführten Studie geht ebenfalls hervor, dass der Großteil der Eigenheimbesitzer über 60 Jahre es sich nicht vorstellen kann, einen Kredit aufzunehmen. Lediglich zehn Prozent der Befragten würden dies in Betracht ziehen. Unabhängig davon, ob Banken ihnen ein Darlehen geben würden, wollen 76 Prozent der Befragten erst gar keinen Kredit mehr tilgen müssen. Die Befürchtungen, diesen vor Ende der Lebzeit nicht abbezahlt zu haben sind dafür ausschlaggebend.

Und diese Vorsicht ist angemessen. Immer häufiger wird deutlich, dass Banken ihre Kunden bezüglich einer Kreditaufnahme nicht angemessen beraten. Die Zeitung Zeit berichtet darüber, dass Angebote für Darlehen unterbreitet werden, ohne die finanzielle Situation ausreichend zu bewerten. Immer mehr Senioren, die kurz vor Renteneintritt ein Darlehen aufgenommen haben, können dieses aufgrund der niedrigen Rente und der unzureichenden Beurteilung vor Kreditaufnahme nicht vernünftig tilgen.

Immobilienverrentung als Alternative zum Hypothekenkredit

Inzwischen existieren verschiedene Modelle der Immobilienverrentung wie die Umkehrhypothek oder die Leibrente, die eine Alternative zum Hypothekenkredit darstellen können. Bei diesen Modellen wird eine Immobilie entweder komplett oder anteilig verkauft. Der Verkäufer erhält vom neuen Eigentümer ein lebenslanges Wohnrecht an der Immobilie und den Kaufpreis in Form regelmäßiger Rentenzahlungen. „Das Interesse der Verbraucher an Modellen zur Verrentung von Immobilien ist riesig“, so Alexander Krolzik, Verbraucherzentrale Hamburg, im Abendblatt. Auch der Immobilien-Teilverkauf fällt unter die Immobilienverrentung und bietet eine Alternative zum Hypothekenkredit.

Das Konzept eines Teilverkaufs mit Nießbrauch ermöglicht es, schnell einen Teil des in der eigenen Immobilie gebundenen Kapitals in Form einer Einmalzahlung zu Vertragsabschluss zu liquidieren. Gleichzeitig erlangt der Teilverkäufer auf Basis des Nießbrauchrechts lebenslanges Wohn- und Nutzrecht.

Der Teilkäufer fungiert lediglich als stiller Miteigentümer und erhält vom Teilverkäufer ein monatliches Nutzungsentgelt. Gegenüber einem Hypothekendarlehen bietet der Teilverkauf somit einen entscheidenden Vorteil: Das Nutzungsentgelt bei einem Teilverkauf kann als Pendant zu den Kredittilgungsraten gesehen werden. Allerdings fällt dieses im Vergleich deutlich niedriger aus. Vor allem aber profitiert der Teilverkäufer über den nicht veräußerten Immobilienanteil weiter von den Wertsteigerungen am Immobilienmarkt.

Ein Immobilien-Teilverkauf ergänzt somit die private Altersvorsorge und sorgt für finanzielle Flexibilität und Sicherheit. Unerwartete Ausgaben können sorglos gestemmt werden.




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