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Netflix: Im Kampf gegen Superhelden

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Gastautor: Marcus Landau
24.02.2021, 09:07  |  1093   |   

Die jüngsten Quartalszahlen des Streaming-Pioniers haben die Erwartungen übertroffen. Doch die Konkurrenz schläft nicht. Vor allem Disney mit seinen Marvel-Superhelden könnte dem Platzhirsch gefährlich werden.

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“And the winner is…“ Die Verleihung der Oscars gehört zu den großen Medienereignissen eines jeden Jahres. Bald ist es wieder soweit. Am 15. März werden die Nominierungen bekannt gegeben, die Preisübergabe ist am 25. April geplant. Als heiße Favoriten für den besten Film gelten laut dem US-Fachblatt Variety die Netflix-Produktionen „Mank“ und „Trial of the Chicago 7“. Schon in den vergangenen Jahren hat der Streaming-Dienst mit seinen Eigenproduktionen etablierten Hollywood-Studios das Fürchten gelehrt. So wurde zum Beispiel im Jahr 2018 das Gesellschaftsdrama „Roma“ für zwölf Oscars nominiert. Eine Sensation. Denn der in Schwarz-Weiß und auf Spanisch gedrehte, im Mexiko-Stadt der frühen 1970er-Jahre spielende Film brach mit allen Konventionen der amerikanischen Filmindustrie. Gewonnen hat Roma letztendlich drei der begehrten Statuen. Die mediale Aufmerksamkeit war Netflix damit sicher.

 

240 Milliarden Dollar Börsenwert

Während das klassische Hollywoodkino aufgrund der COVID-Restriktionen existenzielle Ängste durchleidet, blüht das Video-Streaming im heimischen Wohnzimmer infolge der Pandemie regelrecht auf. Pionier und Platzhirsch in diesem Markt ist unbestritten Netflix. Das 1997 als Versand-Videothek gegründete Unternehmen ist an der Börse mittlerweile mehr als 240 Milliarden US-Dollar wert. Eine hohe Summe für ein Unternehmen, das bis vor einem Jahr noch einen tiefroten Free Cash Flow aufwies, also Geld verbrannte. Dass die Aktie in der Vergangenheit so gut gelaufen ist – auf Sicht von zwölf Monaten beträgt das Plus immerhin rund 50 Prozent – ist daher nicht selbstverständlich. Zumal die Konkurrenz nicht schläft.

 

 

Disney schickt seine Superhelden in den Kampf

So ist Apple vor gut einem Jahr mit Apple TV+ ins Streaming-Business eingestiegen. Allerdings bislang nur mit mäßigem Erfolg. Der für Netflix gefährlichste Rivale ist momentan Disney. Der Streaming-Dienst des Unterhaltungsriesen aus Hollywood „Disney+“ verblüfft mit unglaublichen Wachstumsraten und weist bereits im ersten Jahr nach seinem Start mehr als 85 Millionen Abonnenten auf (Stand: 2. Dezember 2020). Disneys Erfolg kommt nicht von ungefähr. Immerhin verfügt der Mickey-Mouse-Konzern mit seinen Marvel-Superhelden und den Star-Wars-Reihen über extrem zugkräftigen Content aus dem eigenen Haus. Die Avengers und Jedis sorgten schon in den Kinos regelmäßig für Einspielrekorde. Nun mischen sie für Disney den Streaming-Markt auf.

 

Keine Angst, der Kuchen ist riesig

Bei Netflix sieht man die Konkurrenz eher gelassen. Tatsächlich spricht einiges dafür, dass es keinen Grund zur Panik gibt. Zum einen birgt Streaming noch extrem viel Wachstumspotenzial. So geht das Analysehauses Grand View Research in einer aktuellen Studie davon aus, dass das weltweite Marktvolumen für Video-Streaming von rund 50 Milliarden US-Dollar im Jahr 2020 auf gut 225 Milliarden US-Dollar im Jahr 2028 nach oben schießen wird. Der zu verteilende Kuchen ist also sehr groß. Angenommen Netflix entwickelt sich lediglich wie der Markt, dann würde das auf Basis der Grand-View-Prognose bis 2028 einem durchschnittlichen Umsatzwachstum von 21 Prozent pro Jahr entsprechen. Zum anderen verfügt Netflix über eine starke und etablierte Marke. Laut den Marketing-Experten von Interbrand übertrifft der Markenwert von Netflix mit 12,7 Milliarden US-Dollar beispielsweise die Markenmacht von Adidas, Sony, Porsche oder Starbucks.

 

Nicht nachlassen, heißt die Devise

Allerdings sollte Netflix nicht der Versuchung unterliegen, sich auf den Erfolgen der Vergangenheit auszuruhen. Es gilt, weiterhin Maßstäbe zu setzen und mit attraktiven Eigenproduktionen Bestandskunden zu halten und neue Interessenten hinzugewinnen. Wenn es Netflix gelingt, für seine Abonnenten einen entsprechenden Wert zu schaffen, dann dürften auch Preiserhöhungen leichter durchzusetzen sein. Und diese wird es angesichts der steigenden Kosten für Eigenproduktionen auch brauchen, um nachhaltig einen positiven Free Cash Flow zu erzielen.

 

Starke Zahlen

Die jüngsten Geschäftszahlen haben indes die Erwartungen übertroffen. Im vierten Quartal 2020 stieg die Zahl der Abonnenten um 7,3 Millionen auf über 204 Millionen, der Umsatz legte um 21,5 Prozent zu, der operative Gewinne schnellte um 107 Prozent nach oben. Und nach Prognose des Unternehmens soll sich das Wachstumstempo in diesem Jahr sogar noch beschleunigen. Ob das aus der Aktie einen Selbstläufer macht, sei angesichts der ambitionierten Bewertung (KGV: 68,5) dahingestellt. Gleichwohl räumt das Gros der Analysten der Netflix-Aktie noch Spielraum nach oben ein. Das Kursziel liegt im Konsens derzeit bei 626 US-Dollar (Stand: 10. Februar 2021, Quelle: Refinitiv). Das würde auf Basis des aktuellen Preises einem Aufwärtspotenzial von rund 16 Prozent entsprechen.

 

Traden mit Hebel

Wer noch mehr rausholen möchte, kann mit Hebelinvestments auf Netflix setzen. Kraftvolle Instrumente hierfür stellen Endlos Turbos dar. Allerdings richten sich diese Produkte nur an erfahrene Anleger, die die Risiken von Hebelinvestments einzuschätzen wissen. Denn Endlos Turbos verfügen über eine Knock-out-Barriere. Wird diese Marke vom Basiswertkurs verletzt, verfällt der Schein sofort wertlos. Dafür sind die Gewinnchancen bei gewünschter Kursentwicklung enorm. Dazu zwei Beispiele: Ein Endlos Turbo Long mit der WKN DV0NL9 nimmt an Kursgewinnen der Aktie mit einem Faktor (Hebel) von rund 12,1 teil. Allerdings liegt die Knock-out-Barriere relativ nahe am Aktienkurs, aktuell bei 502,42 US-Dollar. Das entspricht einem Abstand von 8,00 Prozent. Wem das zu riskant erscheint, kann mit einem Hebel von 4,0 etwas konservativer vorgehen. Bei diesem Endlos Turbo Long (WKN: DF58W5) verläuft die Knock-out-Barriere aktuell bei 410,98 US-Dollar. Der Abstand bis dorthin beträgt rund 25 Prozent.

 

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