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Bantleon-Experte Frei: Ängste vor US-Dollar-Abwertung sind überzogen

Gastautor: Simon Weiler
24.02.2021, 01:35  |  127   |   |   

Mit der zu beobachtenden Allianz von Geld- und Fiskalpolitik in den USA, die durch die Berufung von Janet Yellen zur Finanzministerin Ende November 2020 offensichtlich wurde, kam der US-Dollar auf breiter Front unter Druck und verlor bis zum Höchststand Anfang 2021 bei 1,2350 circa 4,6% gegenüber dem Euro. Ein festerer Euro wirkt allerdings nicht nur dämpfend auf die Exporte aus der Eurozone, sondern auch auf die Inflation. Und so war es wenig überraschend, dass Verbalinterventionen aus dem EZB-Rat dem Anstieg des Euros schnell ein Ende setzten. Unterstützung dürfte der US-Dollar in den nächsten Monaten aber auch aus anderen Richtungen bekommen.

In der jüngsten Vergangenheit verlief der Wechselkurs relativ parallel mit dem Überraschungsmomentum der Eurozonen-Wirtschaftsdaten. Unter Einbeziehung unserer Konjunkturprognosen würde dies einen baldigen Anstieg des Euros Richtung 1,26 US-Dollar nahelegen. Für dieses Szenario spricht auch, dass eine starke globale wirtschaftliche Erholung, wie wir sie prognostizieren, die Nachfrage nach dem US-Dollar als sicherer Hafen reduziert. Zudem investieren die Anleger im Umfeld tiefer Nominal- und Realzinsen vorzugsweise in höher rentierende Anlagen in den Emerging Markets. Diese Entwicklung beflügelt nicht nur die Kurse von Schwellenländer-Anleihen – auch Emerging-Markets-Aktien haben sich gut entwickelt und liegen in diesem Jahr gemessen an den entsprechenden Indizes des MSCI World bereits 5%-Punkte vor ihren Pendants aus den Industrieländern.

Kein Druck auf US-Leistungsbilanzdefizit zu erwarten

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Bantleon-Experte Frei: Ängste vor US-Dollar-Abwertung sind überzogen Mit der zu beobachtenden Allianz von Geld- und Fiskalpolitik in den USA, die durch die Berufung von Janet Yellen zur Finanzministerin Ende November 2020 offensichtlich wurde, kam der US-Dollar auf breiter Front unter Druck und verlor bis zum Höchststand Anfang 2021 bei 1,2350 circa 4,6% gegenüber dem Euro. Ein festerer Euro wirkt allerdings nicht nur dämpfend auf die Exporte aus der Eurozone, sondern auch auf die Inflation. Und so war es wenig überraschend, dass Verbalinterventionen aus dem EZB-Rat dem Anstieg des Euros schnell ein Ende setzten. Unterstützung dürfte der US-Dollar in den nächsten Monaten aber auch aus anderen Richtungen bekommen.