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Deutsche Umwelthilfe begrüßt das zum 1. März 2021 in Kraft tretende verschärfte Energieeffizienzlabel für Elektrogeräte

Nachrichtenagentur: news aktuell
26.02.2021, 10:15  |  191   |   |   

Berlin (ots) -

- Nach zehn Jahren Kampf von DUH und anderen Verbraucherschutzverbänden endlich
verbraucherfreundliche Effizienzskala von A-G und verschärfte Vorgaben für
Werbung gegen Verhinderungsbemühungen von Handel und Industrie
- DUH kündigt stichprobenhafte Kontrollen an zur schnellen Umsetzung durch
Hersteller und Händler und fordert Marktüberwachungsbehörden der Länder auf,
Vorschriften mit Kontrollen und Ordnungswidrigkeitsverfahren zügig
durchzusetzen
- DUH-Bundesgeschäftsführer Resch fordert vom Klimaschutz-Verweigerungsminister
Peter Altmaier die Umsetzung der seit drei Jahren von ihm blockierten
Pkw-Energieverbrauchs-Kennzeichnungsverordnung

Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) begrüßt die endlich zum 1. März 2021 in Kraft
tretenden Vorschriften für energieverbrauchsrelevante Produkte. Die neuen
Vorgaben zur Kennzeichnung und Beschaffenheit sorgen für mehr Transparenz und
schützen so Verbraucherinnen und Verbraucher vor Elektrogeräten, die durch einen
zu hohen Stromverbrauch das Klima schädigen und den Geldbeutel mit hohen
Stromkosten belasten. Die neuen Energieverbrauchs-Kennzeichnungsvorschriften
gelten für Spül- und Waschmaschinen, Waschtrockner, Kühl- und Gefriergeräte,
TV-Geräte sowie Computer-Monitore und Displays.

Jürgen Resch, Bundesgeschäftsführer der DUH: "So sehr wir uns freuen, dass ab
kommender Woche endlich praxisnähere Kennzeichnungsvorschriften für
Elektrogroßgeräte gelten, so verbleibt doch ein bitterer Nachgeschmack. Über
zehn Jahre hinweg haben Handel, Industrie und in deren Verlängerung das
Bundeswirtschaftsministerium die für den Klimaschutz elementar wichtige klare
Kennzeichnung des Energieverbrauchs verzögert. Und bei Pkw-Neuwagen verweigert
der Bundeswirtschaftsminister seit drei Jahren die von der EU vorgeschriebene
neue Kennzeichnung komplett. Die neuen Vorschriften für Elektrogeräte sind so
nur ein erster Teilerfolg für den Verbraucherschutz. Sie sorgen nach jahrelangem
Label-Chaos endlich für Transparenz. So können Verbraucherinnen und Verbraucher
leichter eine bewusste Entscheidung für effiziente und klimafreundliche Produkte
treffen. Verbraucherschutz funktioniert aber nur dort, wo er kontrolliert und
durchgesetzt wird. Deshalb müssen die verantwortlichen Marktüberwachungsbehörden
endlich anfangen, die verschärften Effizienzanforderungen an
energieverbrauchsrelevante Produkte zu überprüfen und festgestellte Verstöße mit
Bußgeldern zu ahnden."

Die für die Verbraucherinnen und Verbraucher wichtigste Verbesserung ist die
Rückkehr zum einheitlichen Energielabel mit den Klassen A bis G. Der grüne Pfeil
mit dem "A" steht für das effizienteste Gerät, der rote mit dem "G" für den
größten Energiefresser. Die auf Druck von Industrie und Handel bis heute
geltenden "grünen" Zusatzklassen bis zu A+++ gehören damit der Vergangenheit an.
Ein bis jetzt in der besten Klasse A+++ eingestuftes Haushaltsgerät wird nun
zurückgestuft und erhält eine deutlich schlechtere Effizienzklasse. Die Klasse A
ist künftig den effizientesten und modernsten Geräten vorbehalten, damit
Hersteller ihre Bemühungen für mehr Effizienz abbilden können. Auch die Produkte
selbst müssen zukünftig höhere Effizienzstandards erfüllen.

Das neue Energielabel ermöglicht außerdem die Einschätzung des Energieverbrauchs
anhand individueller Nutzungsgewohnheiten: Während auf dem alten Energielabel
der jährliche Energieverbrauch angegeben wurde, erfolgen nunmehr die Angaben pro
Nutzung.

Ab 1. März 2021 gibt es erstmals auch Anforderungen an die Gerätehersteller zur
Verfügbarkeit von Ersatzeilen. Die nach fünf Jahren porös gewordene Dichtung
oder ein defektes Scharnier sollen zukünftig nicht mehr dazu führen, dass ein
Haushaltsgroßgerät aufgrund fehlender Verfügbarkeit derartiger Kleinteile nicht
mehr zu gebrauchen ist.

Auch in der Werbung für Haushaltsgroßgeräte muss ab 1. März 2021 auf die
Effizienz eines Produktes deutlicher hingewiesen werden. Schlechte
Effizienzklassen wurden bislang im Kleingedruckten versteckt - das hat nun ein
Ende: Die Schriftgröße der Effizienzklasse muss mindestens der Schriftgröße des
Preises entsprechen.

Agnes Sauter, Leiterin Ökologische Marktüberwachung: "Wir fordern den Handel und
die Hersteller auf, die Änderungen fristgerecht umzusetzen und so endlich
Klarheit und Transparenz für den Verbraucher zu schaffen. Die im März in Kraft
tretenden Änderungen sind seit 2019 bekannt. Dies gilt sowohl für die Vorgaben
bei der Bewerbung der Produkte im Online-Handel und in Werbeprospekten als auch
für bereits in den Geschäften stehende Geräte."

Pressekontakt:

Jürgen Resch, Bundesgeschäftsführer
0171 3649170, mailto:resch@duh.de

Agnes Sauter, Leiterin Ökologische Marktüberwachung
0175 5724833, mailto:sauter@duh.de

DUH-Pressestelle:

Matthias Walter, Marlen Bachmann, Thomas Grafe
030 2400867-20, mailto:presse@duh.de

http://www.duh.de, http://www.twitter.com/umwelthilfe,
http://www.facebook.com/umwelthilfe, http://www.instagram.com/umwelthilfe

Weiteres Material: http://presseportal.de/pm/22521/4848788
OTS: Deutsche Umwelthilfe e.V.



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