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ROUNDUP 2 Milliardengewinn - Bleibt es beim Corona-Kratzer für Volkswagen?

Nachrichtenagentur: dpa-AFX
26.02.2021, 17:19  |  419   |   |   

(neu: Durchgehend neu mit mehr Details und Hintergrund, Kurs aktualisiert und weitere Anaylstenstimme.)

WOLFSBURG (dpa-AFX) - Mit einem überraschend starken Endspurt hat der VW -Konzern auch im schwierigen Jahr 2020 einen Milliardengewinn erzielt und die gröbsten Corona-Folgen fürs Erste wettgemacht. Aber selbst wenn das Ergebnis besser ausfiel als zunächst befürchtet: Ob es nach dem zwischenzeitlichen Einbruch durch stockende Verkäufe, Werksschließungen und beschädigte Lieferketten weiter aufwärtsgeht, hängt nicht zuletzt von der weiteren Entwicklung der Pandemie ab.

Vorübergehend hatte es tiefrote Zahlen gegeben. Am Ende gelang es Europas größtem Autobauer jedoch, die Werte ins Plus zu drehen. Nach Steuern blieben 8,8 Milliarden Euro übrig, wie aus den am Freitag vorgelegten Zahlen hervorgeht. Nimmt man das Jahr vor der globalen Ausbreitung des Virus als Maßstab, wird der Corona-Dämpfer allerdings sehr deutlich. 2019 hatte die VW-Gruppe noch ein Nachsteuer-Ergebnis von gut 14 Milliarden Euro geschafft. Bei fast allen übrigen Kennziffern muss der Konzern ebenfalls spürbare Einbußen hinnehmen.

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Die Vorzugsaktien von VW erhielten Auftrieb. Sie drehten am Nachmittag ins Plus und legten zuletzt in der Dax -Spitzengruppe um 1,5 Prozent zu. Analyst Frank Schwope von der NordLB lobte die Jahreszahlen. "Volkswagen schlug sich im Corona-Jahr 2020 deutlich besser als viele Konkurrenten und erzielte angesichts der Umstände noch ein starkes operatives Ergebnis." Die Kassenlage beim Autobauer sei gut, der Ausblick aufs Geschäft allerdings etwas enttäuschend geraten, schrieb Jefferies-Experte Philippe Houchois.

Den Rang des weltweit verkaufsstärksten Herstellers hatte sich 2020 Erzrivale Toyota zurückerobert. Das ist aber eher ein Prestigethema. Wichtiger ist die Frage, ob Konzernchef Herbert Diess angesichts der wirtschaftlichen Risiken seinen Kurs hoher zweistelliger Milliardeninvestitionen in den kommenden Jahren fortsetzen kann. Die Modellpalette bei Elektro- und Hybridautos wird mit riesigen Summen weiter ausgebaut, gleiches gilt für die Vernetzung und die Entwicklung eigener Softwaresysteme.

Das kann nur gelingen, wenn mittelfristig genügend in der Kasse bleibt. Noch gibt man sich in Wolfsburg trotz der recht ermutigenden frischen Zahlen eher vorsichtig. Zuwächse bei Umsatz und Gewinnkraft könnten klappen - "vorbehaltlich einer erfolgreichen Eindämmung der Covid-19-Pandemie". Finanzvorstand Frank Witter hofft, dass das "starke Momentum" aus der zweiten Jahreshälfte 2020 länger trägt.


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