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Corona gefährdet langfristig den Ingenieurarbeitsmarkt

Nachrichtenagentur: news aktuell
03.03.2021, 10:45  |  159   |   |   

Düsseldorf (ots) - Die Corona-Pandemie hat im dritten Quartal in Folge
gravierende Spuren auf dem Ingenieurarbeitsmarkt hinterlassen. Das zeigen die
Zahlen für das vierte Quartal 2020 aus dem aktuellen Ingenieurmonitor (https://w
ww.vdi.de/ueber-uns/presse/publikationen/details/vdi-iw-ingenieurmonitor-4-quart
al-2020) , den der VDI mit dem Institut der deutschen Wirtschaft herausgibt. Im
Vergleich zum Vorjahresquartal ist die Arbeitskräftenachfrage um rund 21 Prozent
gesunken, während die Arbeitslosigkeit um 40 Prozent angestiegen ist. Im
Vergleich zum dritten Quartal mit einem Rückgang der Arbeitskräftenachfrage in
Höhe von 26 Prozent und einer Zunahme der Arbeitslosigkeit in Höhe von 45
Prozent zeigt sich aber eine etwas bessere Entwicklung. Der negative Effekt der
Corona-Krise nimmt damit erstmals leicht ab.

In absoluten Zahlen waren monatsdurchschnittlich im vierten Quartal 89.160
offene Stellen zu besetzen, wovon 62.920 auf die acht klassischen
Ingenieurberufskategorien und 26.240 auf Informatikerberufe entfielen. Eine
Beschäftigung in einem Ingenieurberuf suchten im vierten Quartal 2020
monatsdurchschnittlich 45.460 Personen, wovon 33.020 auf die acht klassischen
Ingenieurberufskategorien und 12.460 auf Informatikerberufe entfielen. Da die
Ingenieurarbeitgeber weiterhin versuchen, ihr Stammpersonal zu halten, viele von
ihnen jedoch vorübergehend auf Neueinstellungen verzichten, ist die Situation
insbesondere für jüngere Ingenieurinnen und Ingenieure mit auslaufenden
Projektverträgen sowie Berufseinsteigerinnen und Berufseinsteiger sehr
angespannt.

Bei Schüler*innen droht Kompetenzabbau in Mathematik und Naturwissenschaften

Langfristig wird der Bedarf an Ingenieurinnen und Ingenieuren und
Informatikerinnen und Informatikern deutlich steigen. Digitalisierung,
Dekarbonisierung und der demografische Wandel führen dazu, dass mehr Fachleute
mit diesen Kompetenzen benötigt werden. Im Zuge der Corona-Krise kam es im
Frühjahr 2020 und Winter 2020/2021 zu insgesamt mehrmonatigen Schulschließungen.
Erste internationale empirische Untersuchungen zeigen, dass erhebliche Verluste
an Kompetenzen im Lesen und der Mathematik bei den Schülerinnen und Schülern
resultieren dürften. In Deutschland, wo der digitale Fernunterricht im
internationalen Vergleich vor der Corona-Krise sogar hinterherhinkte, ist zu
vermuten, dass die Fortschritte bei den PISA-Kompetenzen in Mathematik und
Naturwissenschaften ohne zusätzliche unterstützende Maßnahmen wieder verloren
gehen.

Sinkende Studierendenquoten in den Ingenieurwissenschaften als mögliche Folge

Mit sinkenden Kompetenzen dürfte auch die Zahl der Studierenden in den
Ingenieurwissenschaften und der Informatik langfristig abnehmen. In der
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